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Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Link zur Startseite)

Sicherheit – Vertrauen – Zusammenhalt

3. Berliner Demografie Forum vom 9. bis 11. April 2014 in Berlin

Der demografische Wandel lässt sich zwar nicht aufhalten – aber er kann mitgestaltet werden, wie die Beiträge und Diskussionen beim 3. Berliner Demografie Forum zeigten. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aus 18 Nationen diskutierten die Frage, warum die Demografie in der heutigen Zeit eine der wichtigsten Herausforderungen in der Gesellschaft darstellt und was es unter anderem bedeutet, wenn der Anteil der Älteren an der Bevölkerung immer weiter anwächst. Dabei helfe der Blick auf andere Länder, wie Michael Diekmann (Chief Executive Officer, Allianz SE) in seiner Eröffnungsrede betonte. Es gelte, deren Erfahrungen und Maßnahmen zu betrachten und einen Weg zu finden, um den demografischen Wandel erfolgreich zu gestalten.
Wie sich die Entwicklung in Deutschland darstellt, zeigte der Direktor des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB), Prof. Dr. Norbert F. Schneider, im Rahmen der Diskussionsrunde zur Frage: „Wo stehen wir in Deutschland? Eine Bestandsaufnahme“ auf. Im Rahmen des „Young Expert Panels“ diskutierten Ralina Panova aus dem BiB und weitere junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der ehemaligen Bundestagspräsidentin, Prof. Dr. Rita Süssmuth, über die Folgen des demografischen Wandels aus der Perspektive der jungen Generation.

In ihrer Grundsatzrede betonte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, zu Beginn, dass der Fokus in der Diskussion nicht nur vor allem auf die Alterung der Gesellschaft gerichtet werden dürfe, sondern es müsse jetzt auch die junge Generation verstärkt in den Blick genommen werden. Schließlich gehe es um ihre Zukunft. Das Problem sei nicht, dass wir älter werden, sondern dass zu wenige Kinder in Deutschland geboren würden. Dabei komme es im demografischen Wandel besonders auf die Jugend an, so Frau Schwesig. Sie stellte die Ergebnisse einer neuen Erhebung des Bundesfamilienministeriums zum Thema „Demografischer Wandel – Zukunftserwartungen junger Erwachsener“ vor, die belegten, dass der demografische Wandel für die meisten jungen Menschen zwischen 20 und 34 Jahren bereits ein Thema sei. So gehe eine Mehrheit neben steigenden Belastungen im Hinblick auf Altersvorsorge und einer längeren Lebensarbeitszeit für sich selbst auch von einer gegenseitigen Verantwortung der Generationen aus.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig Bundesfamilienministerin Manuela SchwesigBundesfamilienministerin Manuela Schwesig Quelle: Berliner Demografie Forum

Die größte innenpolitische Herausforderung des kommenden Jahrzehnts ist die Demografie: Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig betonte in ihrer Rede die Bedeutung des demografischen Wandels, der alle Lebensbereiche, alle Politikfelder und alle gesellschaftlichen Gruppen betreffen werde. Seine Wucht sei so immens, dass umfassende und tiefgreifende politische Antworten benötigt würden. Um die Folgen zu bewältigen, bedürfe es einer „Partnerschaft der Generationen“.


Demografischer Wandel als globale Herausforderung
In dem anschließenden wissenschaftlichen Panel widmeten sich internationale Experten aus unterschiedlichen Perspektiven der Tatsache, dass der demografische Wandel eine weltweite Herausforderung darstellt, da jedes Land auf der Welt zukünftig vor demografischen Veränderungen stehen wird. Dabei werde es unterschiedliche Geschwindigkeiten des Wandels in den einzelnen Regionen geben, wie Prof. Dr. Francesco C. Billari (Universität Oxford) zeigte. Es seien mehr Daten nötig, um den Wandel besser zu verstehen und damit umgehen zu können, forderte er.
Dies gelte vor allem bei der Alterung der Bevölkerung, deren Geschwindigkeit weltweit erheblich differiere, was zu unterschiedlichen Herausforderungen für die betroffenen Gesellschaften führe, analysierte Frau Prof. Dr. Ursula M. Staudinger (Robert N. Butler Columbia Aging Center, Columbia). Aus ihrer Sicht ist es möglich, Wachstum und Produktivität auch in alternden Gesellschaften aufrechtzuerhalten, wenn zugleich auch in Gesundheitsfürsorge investiert und das vorhandene Potenzial Älterer genutzt werde. Dazu gehöre auch die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen.
Prof. Gian Carlo Blangiardo (Universitá degli Studi di Milano Bicocca, Vatikan) plädierte für eine Kombination ethischer und ökonomischer Aspekte bei der Bewältigung des demografischen Wandels. In Italien spielten hier drei Faktoren eine Rolle: Migration müsse in der Gesellschaft akzeptiert werden, eine höhere Geburtenrate sei nötig und die Gesundheitsversorgung für die Älteren müsse verbessert werden.
In der Türkei spiele dagegen das Fertilitäts- und Mortalitätsgeschehen eine größere Rolle für die Demografie als die Migration, wie Prof. Dr. A. Banu Ergöcmen (Hacettepe Universität, Ankara) hervorhob. Dabei seien die Hauptfaktoren der Entwicklung die gleichen wie in vielen Ländern: spätere und weniger Heiraten, Rückgänge bei der Fertilität und ein struktureller Wandel im generativen Verhalten ließen die Bevölkerung in der Türkei schrumpfen. Derzeit seien 25 % der Bevölkerung unter 25 Jahre; Vorausberechnungen zeigten allerdings, dass die Zahl der 5- bis 15-Jährigen zwar stabil bleibe – der Anteil der Alten werde allerdings deutlich zunehmen.
Dass sich auch in Brasilien die Alterspyramide verschiebt, machte der Direktor des International Longevity Center, Brasilien, Alexandre Kalache, deutlich. So habe sich in den letzten Dekaden der Anteil der über 60-Jährigen an der Bevölkerung verzehnfacht und die durchschnittliche Lebenserwartung sei deutlich gestiegen: von über 43 Jahre 1950 auf gegenwärtig 75 Jahre. Die Alterung erfordere vor allem Investitionen in die Gesundheitsfürsorge in Brasilien.
Die Bedeutung von sozialer Sicherung vor dem Hintergrund einer rapide alternden Gesellschaft stand auch bei Dr. Byong-ho Tchoe (Präsident des Korea Institute for Health and Social Affairs, South Korea) im Fokus. In Südkorea sei das Leben für Ältere und Arme hart angesichts schwach ausgeprägter sozialer Sicherungssysteme, zumal das Renteneintrittsalter bei über 70 Jahren liege.

Die demografische Lage in Deutschland: Eine Bestandsaufnahme
Wie stellt sich nach dem Blick auf die Lage unterschiedlicher Länder in Europa und Asien die Situation in Deutschland dar? Prof. Dr. Renate Köcher vom Institut für Demoskopie Allensbach zeigte zunächst auf der Grundlage einer Untersuchung zu Zukunftserwartungen junger Erwachsener, dass die Lage des Rentensystems von den Befragten 20- bis 34-Jährigen realistisch eingeschätzt werde. Über 60 % gingen davon aus, dass sie mehr Eigenvorsorge für das Rentenalter benötigten und die Belastung durch höhere Steuern und Abgaben steigen werde. Ein weiterer wichtiger Aspekt war für die Befragten eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Prof. Dr. Norbert F. Schneider (Direktor des BiB, Wiesbaden) konstatierte, dass der demografische Wandel in Deutschland vor allem durch eine voranschreitende Alterung sowie eine regionale Spreizung der Bevölkerungsentwicklung charakterisiert sei. Somit werde sich das zahlenmäßige Verhältnis zwischen den Menschen im erwerbstätigen Alter und jenen im Ruhestand verändern. Insgesamt zeige sich in der deutschen Entwicklung der letzten Jahre, dass sich der Blick auf den demografischen Wandel verändert habe, konstatierte Prof. Schneider. Nunmehr würden die Herausforderungen und Gelegenheiten, die der Prozess biete, betrachtet – und nicht mehr nur die Risiken. Angesichts der regional differenzierten Entwicklung müssten aber auch neue Lösungen gefunden werden. Dies gelte zum Beispiel für schrumpfende Regionen in Ostdeutschland, aber nicht nur dort.


Prof. Dr. Norbert F. Schneider Prof. Dr. Norbert F. SchneiderProf. Dr. Norbert F. Schneider Quelle: Berliner Demografie Forum

Veränderter Blick auf den demografischen Wandel:
Prof. Dr. Norbert F. Schneider wies vor allem auf die Herausforderungen und Chancen hin, die der Prozess biete, nachdem in der Vergangenheit die demografische Entwicklung vor allem unter negativen Gesichtspunkten betrachtet wurde.



Den demografischen Wandel in Deutschland als Chance begreifen: Wie geht es in Deutschland weiter? Über die aktuelle und künftige demografische Lage diskutierten (von links): Prof. Dr. Norbert F. Schneider (Direktor des BiB), Prof. Dr. Renate Köcher (Institut für Demoskopie, Allensbach), Moderator Prof. Dr. Martin Seeleib-Kaiser (Universität Oxford) und Prof. Dr. Tilman Mayer (Universität Bonn).


Im Anschluss daran verglich Prof. Dr. Tilman Mayer (Universität Bonn, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Demographie - DGD) die Fertilitätsentwicklung Deutschlands und Frankreichs und stellte fest, dass Deutschland im Hinblick auf eine Steigerung seiner Fertilitätsrate von den Maßnahmen in Frankreich lernen könne. Frankreich sei in diesem Punkt weitaus erfolgreicher als Deutschland, betonte Prof. Mayer. Darüber hinaus biete Immigration eine Möglichkeit, die Bevölkerungszahl zu erhöhen. Politische Maßnahmen, wie die von der Bundesregierung eingeschlagene Demografiestrategie, müssten weiter ausgebaut werden, da sie gegenwärtig noch zu sehr von den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes gelenkt sei. Dies reiche aber noch nicht aus, um die künftigen Folgen des demografischen Wandels zu gestalten.

Ethische Fragen des Wandels
Welche ethischen Fragen sich mit dem Thema verbanden, zeigten der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz, Dr. Dr. h.c. Markus Dröge und Prof. Dr. Andreas Suchanek vom Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik. So seien auch die Kirchen in die Herausforderungen des demografischen Wandels involviert. Die Themen Sicherheit, Vertrauen und Solidarität spielten in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Wichtig sei, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen, gerade was das Verhältnis zwischen den Generationen angehe. Er ziehe aus der jetzigen Herangehensweise an den demografischen Wandel positive Schlüsse, da wir nun die Gelegenheiten haben, etwas zu gestalten, betonte Dr. Dröge. Für Prof. Suchanek war wichtig, dass wir uns fragen, wie wir an die Herausforderungen herangehen. Wichtig sei hier zu verstehen, was passiere und wie der Wandel gestaltet werden könne.

Die Schlussfolgerungen der Politik: Gregor Gysi zum Thema Demografie
Was die politischen Schlussfolgerungen der Thematik anging, erklärte sich der Fraktionsvorsitzende der Partei „DIE LINKE“, Dr. Gregor Gysi, zu einer kurzen Stellungnahme bereit. Er betonte, dass der demografische Wandel kein neues Phänomen sei, sondern existiere, seit es die Menschheit gebe: „Es gab schon immer eine Verschiebung der Altersgrenzen und die gab es auch in den letzten 100 Jahren, ohne dass man deswegen dauernd das Renteneintrittsalter verschoben hätte“, so Gysi. Neu sei in dieser Entwicklung die Abnahme der Säuglingssterblichkeit und die Zunahme der Lebenserwartung, worauf die Rentenpolitik mit unterschiedlichen Maßnahmen reagieren müsse. Der Grund, warum es in Deutschland so wenige Kinder gebe, liege zum einen an einem schlecht ausgebauten Netz an Kindertagesstätten und zum anderen an der Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse für junge Leute, die eine Familiengründung nicht zuließen. Hier müssten sich die Unternehmen ändern, betonte der Politiker. Hinzu komme eine kinderunfreundliche Gesellschaft: „Wir müssen Kinder auch wollen“, appellierte Gysi. Angesichts der hohen Armutsrate bei Kindern gelte es, die Bildungsstruktur in Deutschland weiter zu verbessern, denn es sei allemal besser in Bildung als in Jugendgefängnisse zu investieren.

Die internationale Perspektive: Demografische Trends in einzelnen Ländern
Im Mittelpunkt der Diskussion des letzten Tages stand die Frage, wie andere Länder mit den Auswirkungen der demografischen Veränderungen umgehen. Dazu leitete Prof. Dr. Anne Gauthier vom Netherlands Interdisciplinary Demographic Institute (NiDi) mit der Frage ein, wie die Rolle der Familie sich entwickeln werde. Trotz divergierender Antworten auf diese Frage zeigte sich eine Mehrheit in der Diskussionsrunde überzeugt, dass die Familie, wie wir sie heute kennen, sich in eine „multikomplexe Konstruktion“ verwandeln werde.
Mike McGavick (CEO of XL Insurance Group) wies auf die unterschiedliche Entwicklung der Alterung in allen Ländern und Gesellschaften hin, besonders im Hinblick auf die gesundheitliche Versorgung älterer Menschen. Es müsse sich auch das Denken bei der Altersvorsorge ändern: So hätten 89 % der Menschen in Japan erkannt, dass die Versorgung älterer Menschen eine Notwendigkeit und eine Herausforderung zugleich darstelle. In anderen Ländern werde dies noch nicht gesehen. Hier müsse ein Wandel erfolgen.
Dies gelte auch für die amerikanische Gesellschaft, wie M. Michelle Burns vom Stanford Longevity Center erläuterte. So liege die USA, was die Absicherung im Alter angehe, hinter der EU. Die Notwendigkeit, länger zu arbeiten, sei offensichtlich. Daher gelte es, im Hinblick darauf bestehende Geschäftsmodelle in der Wirtschaft zu verändern.
In der Türkei befinde sich der demografische Wandel in einer Übergangssituation, erläuterte Nur Ger vom Board of Turkish Industry Association TÜSIAD, Istanbul. Das Bevölkerungswachstum gehe zurück und damit auch die Zahl der Menschen im erwerbstätigen Alter. Die Vorausberechnungen deuteten darauf hin, dass die Türkei spätestens im Jahr 2040 ein neues Modell der Beschäftigung, Fürsorge und des Renteneintrittsalters umsetzen müsse. Um die Herausforderungen des demografischen Wandels meistern zu können, bedürfe es auch deutlicher Anstrengungen für mehr Geschlechtergleichheit sowie einer Verbesserung der sozialen Sicherungssysteme durch die Politik.
In Brasilien gebe das Problem, dass nur eine kleine Zahl junger Leute eine höhere Ausbildung erreichten, erläuterte Prof. José Marcos Pinto da Cunha (Population Studies Center (Nepo), Brasilien). Dazu komme in Brasilien ebenfalls eine älter werdende Gesellschaft, so dass es auch hier darum gehe, die Sozialsysteme zu verändern und anzupassen. Dabei spiele vor allem das Thema der Fürsorge für Ältere eine Rolle.
Für die Entwicklung in China zeichnet sich in der jüngeren Generation vor allem ein verändertes Migrationsverhalten ab, wie Dan-He, Generaldirektorin der National Health and Family Planning Commission, China, ausführte. Kehrten Wanderarbeiter früher wieder in ihre Heimatregion zurück, so ließen sie sich nun zunehmend dauerhaft in den urbanen Regionen nieder. Diese Entwicklung sei politisch durchaus erwünscht, da so der Lebensstandard der Landbevölkerung gehoben werden solle. In den nächsten Jahren werde China die Folgen der Urbanisierungsentwicklung bewältigen müssen. Dies sei momentan die größte demografische Herausforderung. Angesichts der Bevölkerungsprobleme benötige China allerdings auch einen Wandel der Politik im Hinblick auf die Migrantenfamilien.
Wie sich Deutschland für den demografischen Wandel rüstet, zeigte Dr. Jörg Bentmann (Bundesministerium des Innern). Er erläuterte die eingeschlagene Demografiestrategie der Bundesregierung, bei der Arbeitsgruppen aus unterschiedlichen Themengebieten Lösungsansätze erarbeiten und betonte, dass die Folgen des Wandels nur im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern und den Sozialpartnern gelingen könne. Zudem werde auch der Blick auf die Maßnahmen und Strategien in anderen Ländern hilfreich sein.

Ministerialdirektor Dr. Jörg Bentmann vom BMI Dr. Jörg BentmannMinDir Dr. Jörg Bentmann Quelle: Berliner Demografie Forum

Demografiestrategie begleitet den Demografischen Wandel in Deutschland:
Ministerialdirektor Dr. Jörg Bentmann (Bundesministerium des Innern) erläuterte die Demografiestrategie der Bundesregierung, die vor allem auch im Dialog mit Sozialpartnern und den Bürgerinnen und Bürgern weiterentwickelt werden müsse. Dazu wurde 2012 auch das Demografieportal des Bundes und der Länder eingerichtet.

In manchen Ländern schreitet die Alterung sogar noch deutlich schneller voran, wie eine internationale Demografie-Studie der Allianz am Beispiel von sieben Ländern zeigt (International Pension Papers 2/2014: Security –Trust –Solidarity. Perception of retirement: a cross-country comparison.)

Dazu zählen u.a. die Türkei und Malaysia. Hier haben Politik und Wirtschaft noch weniger Zeit zum Handeln als in Deutschland, wie Michael Dieckmann (Chief Executive Officer, Allianz SE) in seiner Rede betonte.


Generationen im Gespräch: Beim „Young Expert Panel“ diskutierten junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der ehemaligen Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süssmuth über die Herausforderungen des demografischen Wandels.




Im Bild von links: Ellen von den Driesch (Wissenschaftszentrum Berlin), Ali Bargu (Jakobs Universität Bremen), Ralina Panova (BiB Wiesbaden), Martina Lizarazo (Universität Bonn), Faruk Tuncer (Mercator Center for Leadership & Advocacy) und Prof. Dr. Süssmuth.

Ralina Panova aus dem BiB plädierte für einen verstärkten Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen, damit Frauen schneller ins Berufsleben zurückkehren und Familien somit besser ihre Zukunft planen könnten. Zugleich würden Kinder aus bildungsfernen sozialen Schichten und mit Migrationshintergrund früher gefördert, was zu ihrer schnelleren Integration beitrage. Frau Prof. Süssmuth lag in der Diskussion vor allem das Thema der Work-Life-Balance mit Blick auf die Rolle der Frauen am Herzen. Zudem warf sie einen Blick auf den Wandel in der Migrationspolitik.


Präsentation des „Demografieportals” DemografieportalPräsentation des „Demografieportals” Quelle: BiB

Im Dialog den demografischen Wandel gestalten
Auch das 2012 gestartete Demografieportal des Bundes und der Länder war beim Forum vertreten. Dr. Stephan Kühntopf aus dem BiB (rechts im Bild) informierte interessierte Besucher über die Arbeit und die Ziele des Internetangebots, das vor allem die Handlungsfelder der Demografiestrategie zusammenführt und um Fakten- und Praxiswissen ergänzt.



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