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Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Link zur Startseite)

Population Policy Acceptance Study (PPAS)

Die Sichtweise von Bürgern und politischen Akteuren auf das Management des demografischen Wandels

Die Population Policy Acceptance Study (PPAS) basiert auf zwei Befragungen zu Einstellungen und Meinungen der Bevölkerung über familien- und bevölkerungspolitisch relevante Themenstellungen, die in Deutschland und in verschiedenen weiteren europäischen Ländern Anfang der 1990er Jahre (PPA 1) und in den ersten Jahren nach der Jahrtausendwende (PPA 2) durchgeführt wurden.

Übergreifendes Ziel der Studie ist der internationale Vergleich zu Meinungen und Einstellungen zum demografischen Wandel, dem generativen Verhalten, den Einstellungen zu Ehe, Familie und Kindern, zu Gründen der persönlichen Entscheidung für oder gegen Kinder sowie Präferenzen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Darüber hinaus enthält die Studie Fragen zur Rolle der Geschlechter, zur Akzeptanz und Inanspruchnahme von verschiedenen Formen der Kinderbetreuung, zu familialer Solidarität sowie zur Alterung der Bevölkerung, zu Möglichkeiten der Rentenfinanzierung, zur Ausländer- und Migrationspolitik sowie Fragen zum demografischen Wissen der Bevölkerung. Neben Deutschland sind 12 weitere Länder (Belgien, Estland, Finnland, Italien, Litauen, die Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Slowenien, Tschechien und Ungarn) an dem international vergleichenden Projekt beteiligt.

In Deutschland wurde der PPA 1 im Jahr 1992 durchgeführt. Die Erhebung erfolgte gemeinsam mit dem Family and Fertility Survey (FFS) und beschränkte sich daher auf Fragen zur Familienpolitik. Kernstück der Umfrage sind Einstellungen zur damaligen Familienpolitik, Meinungen zu ihrer Wirkung sowie Erwartungen an zukünftige familienpolitische Maßnahmen. Der Stichprobenumfang betrug circa 10.000 Frauen und Männer in West- und Ostdeutschland im Alter zwischen 20 und 39 Jahren. Am internationalen PPA 1 waren darüber hinaus Österreich, Belgien, die frühere Tschechoslowakei, Ungarn, Italien, die Niederlande, Spanien und die Schweiz beteiligt.

Der PPA 2 wurde in Deutschland in der ersten Hälfte des Jahres 2003 erhoben. Befragt wurden diesmal 4.000 Frauen und Männer in West- und Ostdeutschland. Entsprechend der Konzepterweiterung um die Fragestellungen der Alterung, Zuwanderung, Integration sowie Generationenbeziehungen und Geschlechterrollen ist die Altersgruppe der Befragten auf 20 bis 74 Jahre erweitert worden.

Die Daten der deutschen Erhebung sind bei GESIS (Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften) unter der Studiennummer 4653 archiviert.

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