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Familiy and Fertility Survey (FFS)

Familienbildung und Kinderwunsch in Deutschland

Die Daten des Family and Fertility Survey (FFS) stammen aus dem Jahr 1992, als Deutschland erst kurze Zeit vereint war. Im Mittelpunkt der Untersuchung standen Partnerschaft und Familienentwicklung der damals 20- bis 39-Jährigen in Ost- und Westdeutschland.

Der deutsche FFS ist 1992 in einer Zeit erhoben worden, in der in beiden Teilen des gerade vereinten Deutschlands deutlich divergierende generative Muster auffindbar waren. Im früheren Bundesgebiet hatte der Geburtenrückgang bereits in der Mitte der 1970er Jahre seinen Abschluss gefunden. Seither hat sich die Heirats- und Geburtenhäufigkeit, zumindest auf den ersten Blick, auf einem stabil-niedrigen Niveau eingependelt. Ähnliches gilt für die Heiratsneigung – circa ein Viertel bis ein Drittel aller Ledigen bleibt unverheiratet. Das sind niedrige, wenn auch im weltweiten Vergleich der Low-Fertility-Countries nicht mehr niedrigste Werte.

In den neuen Ländern hingegen hatten sich die in der DDR üblichen Muster der Familienbildung aufgelöst. Ersteheschließungen, Geburt der Kinder, Ehescheidungen und Wiederverheiratungen wurden zeitlich hinausgeschoben, wenn nicht gar ganz unterlassen. Die zusammengefasste Geburtenziffer erreichte 1992 nur noch Werte von 822 Kindern je 1.000 Frauen, die Erstheiratsneigung betrug nur noch 50 % des im früheren Bundesgebiet beobachteten Niveaus und die Scheidungsneigung hatte sich im „Scheidungsland DDR“ auf 7,5 % verringert.

Ein Hauptaugenmerk des FFS war die retrospektive Erhebung der Partnerschaften und der Familienentwicklung der 1992 befragten 20- bis 39-jährigen Männer und Frauen in West- und Ostdeutschland. Die dazu erhaltenen Informationen sind in Beziehung gesetzt worden zur Bildungs- und Erwerbsbiographie sowie zu den Wohnbiographien der Befragten. Der Anlage der Untersuchung gemäß stand die Beschreibung und Interpretation von Unterschieden nach dem Alter und von Unterschieden zwischen West- und Ostdeutschland im Vordergrund.

Die Daten des Family and Fertility Survey können bei GESIS (Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften) unter der Studiennummer 3400 für sozialwissenschaftliche Auswertungen angefordert werden.

Zusatzinformationen

Kontakt

Dr. Jürgen Dorbritz

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Fax: +49 611 75 3960

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