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Transnationale Bildungsmigration

Inhalt und Ziel

Schüler, Auszubildende und Studierende stellen heute einen wesentlichen Anteil der Migration zwischen hochentwickelten Staaten dar. Politisch und wissenschaftlich wird diese Entwicklung der wachsenden Mobilität der jungen und oftmals hochqualifizierten Bevölkerung äußerst ambivalent bewertet: Auf der einen Seite finden sich kritische Stimmen, die in der internationalen Migration dieser Bevölkerungsgruppen einen Verlust an Humankapital erkennen. Auf der anderen Seite haben sich Auslandsaufenthalte im Kontext von Globalisierung und Transnationalisierung zu einem wichtigen Kriterium für die Vergabe von Positionen auf dem Arbeitsmarkt entwickelt.

Die individuellen Konsequenzen dieser neuen Form der Migration wurden bisher für einzelne Berufsgruppen analysiert, belastbare wissenschaftliche Analysen zur Frage, wie sich ein Auslandsaufenthalt zum Zwecke der Ausbildung auf den gesamten weiteren Lebensverlauf auswirkt, liegen bislang jedoch nicht vor. Es ist anzunehmen, dass sich die Migrationserfahrungen in der Jugend und im jungen Erwachsenenalter nicht nur auf den Erwerbsverlauf sondern auch auf andere Lebensbereiche wie beispielsweise Freundes- und Familiennetzwerke, Partnerwahl und Partnerschaft, das spätere Mobilitätsverhalten oder politische Einstellungen auswirken. Neben den individuellen spielen auch die gesellschaftlichen Konsequenzen der Bildungsmobilität eine Rolle. So stellt sich die Frage, ob sich Bildungsmigration zu einer neuen Dimension sozialer Ungleichheit entwickelt, indem diese Personen auf Ressourcen zurückgreifen können, die anderen nicht zur Verfügung stehen.

Publikationen

Waibel, Stine; Rüger, Heiko; Ette, Andreas; Sauer, Lenore (2017): Career consequences of transnational educational mobility: A systematic literature review. In: Educational Research Review, 20: 81–98 [DOI: 10.1016/j.edurev.2016.12.001]

Lauterbach, Wolfgang; Ette, Andreas; Waibel, Stine (2017): Transnationale Bildungswanderungen zur Höherqualifizierung. In: Schlemmer, Elisabeth; Lange, Andreas; Kuld, Lothar (Hrsg.): Handbuch Jugend im demografischen Wandel. Beltz: Weinheim, S. 188-208.

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Projektleitung

Dr. Andreas Ette

Telefon: +49 611 75 4360
Fax: +49 611 75 3960

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Fax: +49 611 75 3960

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Projektpartner

Prof. Dr. Wolfgang Lauterbach
Professur Sozialwissenschaftliche Bildungsforschung
Universität Potsdam


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