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Kinderwünsche von Universitätsabsolventen

in Westdeutschland, Österreich, Frankreich und Norwegen

hervorgegangen aus dem Projekt „Das generative Verhalten von Akademikerinnen und Akademikern in der Rushhour des Lebens im europäischen Vergleich”

Inhalt und Ziel

Immer mehr junge Erwachsene erzielen einen tertiären Bildungsabschluss. Der Anteil von Universitätsabsolventen in OECD Ländern steigt an und beträgt schätzungsweise 40 Prozent. Bildungsspezifische Studien betonen Differenzen im generativen Verhalten zwischen niedrig- und hochgebildeten Personen, wobei Kinderlosigkeit insbesondere in Westdeutschland und Österreich ein breit verbreitetes Phänomen unter Akademikerinnen darstellt. Hoch qualifizierte Frauen haben auch seltener große Familien mit drei oder mehr Kindern. Auf Basis des Generations and Gender Survey (GGS) werden Kinderwünsche von Universitätsabsolventen untersucht. Im Fokus stehen tertiär gebildete Männer und Frauen im Alter zwischen 27 und 40 Jahren in Westdeutschland und Österreich, die mit gleichaltrigen Hochgebildeten aus Frankreich und Norwegen verglichen werden. Ziel ist es, herauszufinden, wie die verschiedenen Lebensbereiche, Beruf und Partnerschaft, mit dem Wunsch assoziiert sind, in den nächsten drei Jahren ein Kind zu bekommen. Basierend auf dem Konzept des Lebenslaufs und inspiriert von dem Konzept der „Rushhour des Lebens“ werden die Determinanten des Kinderwunsches identifiziert. Es wird geprüft, welcher Zusammenhang zwischen Erwerbstätigkeit und partnerschaftlicher Beziehung einerseits und der beabsichtigten Geburt eines Kindes andererseits besteht. Zudem soll analysiert werden, inwieweit die aktuelle individuelle Situation in den verschiedenen Lebensbereichen und Kinderwünsche für die nähere Zukunft zusammenhängen, wobei mögliche geschlechtsspezifische und länderspezifische Unterschiede zu berücksichtigen sind.

Ergebnisse

Die Untersuchung zeigt, dass Hochqualifiziere in Westdeutschland und Österreich sich seltener ein Kind in den nächsten drei Jahren wünschen als Hochqualifizierte in den Vergleichsländern. Geschlechtsspezifische Unterschiede sind in diesen zwei deutschsprachigen Ländern sehr ausgeprägt. Am häufigsten wünschen sich Akademiker und Akademikerinnen im Alter um die 30 innerhalb der nächsten drei Jahre ein Kind. Des Weiteren zeigen die empirischen Ergebnisse, dass nicht nur der Grad der Institutionalisierung der Partnerschaft, sondern auch die Dauer der Beziehung eine signifikante Rolle spielt. Ebenfalls signifikant mit dem Kinderwunsch assoziiert ist die Summe der Arbeitsstunden.

Veröffentlichung

Buber, Isabella; Panova, Ralina; Dorbritz, Jürgen (2012): Fertility Intentions of Highly Educated Men and Women and the Rush Hour of Life. VID Working Paper 8/2012 [PDF]





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