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Ruhestandsbegriff und zusammenhängende Altersbilder aus theoretischer Sicht

Inhalt und Ziel

Der „traditionelle“ Übergang von einer Vollzeitstelle in den kompletten Ruhestand weicht scheinbar immer mehr einer Zwischenform, in der ältere Menschen ein deutlich verringertes Arbeitsvolumen leisten, aber bereits ein Ruhegeld aus einem öffentlichen Alterssicherungssystem erhalten. Dieses Phänomen, auch unter dem Begriff bridge employment bekannt, ist in den USA bereits seit den 1990er Jahren verstärkt zu beobachten und stellt mittlerweile kein Randphänomen mehr dar. Ableitend von dieser Beobachtung stellt sich die Frage, ob im Zuge der jüngsten Rentenreformen, die langfristig ein Absinken des Rentenniveaus sowie eine erweiterte Lebenserwerbsphase avisieren, in Deutschland ähnliche Tendenzen zu erwarten sind und wie Politik und Arbeitsmarktteilnehmer darauf adäquat reagieren können. Die Grenzziehung zwischen Arbeit und Ruhestand würde demnach aufweichen und erfordert eine systematische interdisziplinäre Aufarbeitung (vor allem aus Sicht der Ökonomie, der Soziologie und der Psychologie), von welchen Kräften diese bestimmt wird und wie sie sich in Zukunft weiterentwickelt. Welche Verbindung besteht zwischen diesen Grenzziehungen und den in der Gesellschaft vorherrschenden Altersbildern? Die aus dieser Fragestellung entstandenen Ergebnisse fließen unter anderem in die Entwicklung der Messinstrumente im Projekt TOP ein.


Veröffentlichung

Wickenheiser, Ines (2013): Was bedeutet „Altsein“? Befunde einer qualitativen Studie. In: Bevölkerungsforschung Aktuell 34,1: 2-5


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