Navigation und Service

Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Link zur Startseite)

Transitions and Old Age Potential (TOP)

Übergänge in den Ruhestand und Potenziale älterer Erwachsener

Inhalt und Ziel

Der Übergang in den Ruhestand und die ersten Jahre des nachberuflichen Lebensabschnitts haben sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Neben der Veränderung rentenrechtlicher Rahmenbedingungen kam es zu einer allgemeinen Verbesserung des materiellen Lebensstandards, der Gesundheit und des Bildungsniveaus der heutigen „Jungen Alten“. Diese Ressourcen und Fähigkeiten älterer Erwachsener bilden die „Potenziale des Alters“, die angesichts des demografischen Wandels als wesentlicher Bestandteil einer zukünftigen Demografiepolitik diskutiert werden.

Vor diesem Hintergrund stehen die Übergänge der Jahrgänge 1942 bis 1958 in den Ruhestand sowie die Potenziale älterer Erwachsener am Arbeitsmarkt, in der Zivilgesellschaft und in der Familie im Mittelpunkt des SurveysTransitions and Old Age Potential (TOP)“. Da sich die Studie auf eine Alterspanne konzentriert, in der typischerweise der Eintritt in den Altersruhestand geplant, vollzogen und individuell verarbeitet wird, versteht sich TOP als „Lebensphasen-Survey“ und als Ergänzung bestehender Studien zur Lebenssituation älterer Menschen im deutschen Sprachraum.

Daten und Methoden

Im Jahr 2011 hat das BiB das interdisziplinäre Kooperationsprojekt TOP mit mehreren Partneruniversitäten gestartet. Der Survey baut auf der Befragung „Weiterbeschäftigung im Rentenalter” des BiB aus dem Jahr 2008 auf. Im ersten Quartal 2013 wurden in einer repräsentativen Telefonstudie insgesamt 5.002 zufällig ausgewählte Personen im Alter zwischen 55 und 70 befragt. Die Ergebnisse zur Erstbefragung liegen in Form eines Sammelbandes sowie einer Broschüre vor. Die erste Welle von TOP ist zudem in einem Daten- und Methodenbericht dokumentiert. Die Daten der Erstbefragung können als Scientific Use File bei GESIS (Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften) abgerufen werden.

Von November 2015 bis Februar 2016 wurde eine erneute Befragung der Personen der ersten Welle aus dem Jahr 2013 durchgeführt. Die zweite Befragungswelle ist wichtig für die Untersuchung individueller Potenziale und Übergänge in den Ruhestand im Zeitverlauf und deren Wandel. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Erklärung der Arbeitsmarktbeteiligung im späteren Erwachsenenalter mithilfe eines handlungstheoretischen Ansatzes, der unter anderem in familiale und betriebliche Kontexte eingebettet ist.

Die ersten Ergebnisse der zweiten Welle liegen in Form einer Broschüre vor. Zudem liefert ein Policy Brief Handlungsansätze und Empfehlungen zur Förderung der Teilhabe älterer Erwachsener in Wirtschaft, Gesellschaft und Familie.

Ausgewählte Publikationen

Mergenthaler, Andreas; Cihlar, Volker; (2017): Bridge Employment and Marital Quality in Germany – Different Implications for Men and Women? In: Ageing International [DOI: 10.1007/s12126-017-9281-y] online first

Cihlar, Volker; Lippke, Sonia (2017): Physical Activity Behavior and Competing Activities: Interrelations in 55-to-70-Year-Old Germans In: Journal of Aging and Physical Activity [DOI: 10.1123/japa.2016-0211] online first

Micheel, Frank (2017): Bürgerschaftliches Engagement und Engagementpotenziale von 55- bis 70-Jährigen in Deutschland. In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie: 50,2: 134-144 [DOI:10.1007/s00391-015-1013-x]

Schneider, Norbert F.; Mergenthaler, Andreas; Staudinger, Ursula M.; Sackreuther, Ines (Hrsg.) (2015): Mittendrin? Lebenspläne und Potenziale älterer Menschen beim Übergang in den Ruhestand. Beiträge zur Bevölkerungswissenschaft, Band 47. Opladen, Berlin, Toronto: Verlag Barbara Budrich

Weitere Veröffentlichungen zu TOP

Zusatzinformationen

Projektleitung

Dr. Andreas Mergenthaler

Telefon: +49 611 75 2942
Fax: +49 611 75 3960

E-Mail schreiben

Projektpartner

Prof. Dr. Ursula M. Staudinger
Columbia Aging Center
Columbia University New York


Prof. Dr. Sonia Lippke
Jacobs Center on Lifelong Learning and Institutional Development
Jacobs University Bremen

Prof. Dr. Stephan Lessenich
Institut für Soziologie
Ludwig-Maximilians-Universität München

Diese Seite

© Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung - 2017