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Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Link zur Startseite)

Räumliche Mobilität im Lebenslauf

Inhalt und Ziel

Ziel des Forschungsprojekts ist die Untersuchung des beruflich, bildungsbezogenen, familial und partnerschaftlich motivierten räumlichen Mobilitätsverhaltens im Lebenslauf. Untersucht werden die Wechselbeziehungen des räumlichen Mobilitätsverhaltens mit anderen Lebensbereichen wie Partnerschaft und Familie, Beruf und Karriere oder Lebensqualität und Gesundheit.

Im Fokus stehen erstens die Wechselwirkungen zwischen dem beruflich bedingten Mobilitätsverhalten und der familialen und partnerschaftlichen Situation. Zum einen wird die Entscheidung zwischen den Handlungsalternativen Wochenendpendeln, tägliches Pendeln und Wohnortwechsel in den Blick genommen. Zum anderen wird danach gefragt, wie beruflich hochmobile Mütter ihre Mobilität einschätzen. Dabei werden insbesondere Merkmale des Partnerschafts- und Familienkontexts als mögliche Moderatoren betrachtet.

Zweitens wird untersucht, ob (transnationale) räumliche Mobilität als Bestandteil von Lern- und Bildungsphasen einen eigenständigen Effekt auf die Berufskarriere hat. In dem Zusammenhang werden insbesondere soziale Herkunftsunterschiede berücksichtigt.

Drittens erfolgt eine Abgrenzung unterschiedlich motivierter Binnenwanderungen. Dabei wird zwischen beruflich, partnerschaftlich und familial bedingten Umzugsentscheidungen differenziert.

Daten und Methoden

Neben den Individual- und Haushaltsdaten des „Sozio-oekonomischen Panels“ (SOEP) finden die Längsschnittstudien „Arbeiten und Lernen im Wandel“ (ALWA) und „National Educational Panel Study“ (NEPS) Verwendung. In allen Datensätzen werden die Lebensläufe von Individuen anhand von Modulen für verschiedene Lebensbereiche – unter anderem Wohnorte, Schulbesuche, Aus- und Weiterbildungen, Erwerbstätigkeiten – erhoben. Zentrale Datengrundlage ist auch die BiB-Studie Job Mobilities and Family Lives in Europe (JobMob).

Ausgewählte Publikationen

Schneider, Norbert F.; Rüger, Heiko; Ruppenthal, Silvia (2016): Mobilität und mobile Lebensformen. In: Niephaus, Yasemin; Kreyenfeld, Michaela; Sackmann, Reinhold (Hrsg.): Handbuch Bevölkerungssoziologie. Wiesbaden: Springer VS: 501-525

Rüger, Heiko; Schulze, Alexander (2016): Zusammenhang von beruflicher Pendelmobilität mit Stresserleben und Gesundheit. Bestehen Unterschiede nach soziodemografischen Gruppen? In: Prävention und Gesundheitsförderung 11,1: 27-33 [DOI: 10.1007/s11553-015-0521-2] [online]

Rüger, Heiko; Schier, Michaela; Feldhaus, Michael; Ries, Tammy (2014): Einstellungen zur Akzeptanz räumlicher Distanz in erwerbsbedingt multilokalen Lebensformen. In: Zeitschrift für Familienforschung - Journal of Family Research 26,2: 121-143 [Budrich-Journals ZfF] [PDF]

Viry, Gil; Rüger, Heiko; Skora, Thomas (2014): Migration and Long-Distance Commuting Histories and Their Links to Career Achievement in Germany: A Sequence Analysis. In: Sociological Research Online 19,1: 8 [Impact Factor (JCR): 0,544] [online]

Waibel, Stine; Rüger, Heiko; Ette, Andreas; Sauer, Lenore (2017): Career consequences of transnational educational mobility: A systematic literature review. In: Educational Research Review, 20: 81–98 [DOI: 10.1016/j.edurev.2016.12.001]

Weitere Veröffentlichungen zum Projekt „JobMob”

Informationen zu den Survey-Daten

Zusatzinformationen

Projektleitung

Dr. Heiko Rüger

Telefon: +49 611 75 4688
Fax: +49 611 75 3960

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Projektpartner

Prof. Dr. Michael Feldhaus
Universität Oldenburg

Prof. Dr. Vincent Kaufmann
Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), Schweiz

Prof. Dr. Gerardo Meil
Universidad Autonoma de Madrid, Spanien

Dr. Knut Petzold
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Dr. Michaela Schier
Deutsches Jugendinstitut (DJI) München

Dr. Gil Viry
University of Edinburgh, United Kingdom

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