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Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Link zur Startseite)

Horizontale Europäisierung

Von Spanien nach Deutschland – Erfahrungen, Erwartungen und Wünsche

Inhalt und Ziel

Die Förderung der innereuropäischen Mobilität bildet ein wichtiges Kernanliegen der Europäischen Integration. Jedoch zeigen bisherige Studien, dass grenzüberschreitende Wanderungen innerhalb Europas begrenzt bleiben. Das gilt besonders für die älteren EU-Mitgliedsstaaten. Eine gering ausgeprägte Mobilitätskultur und die Abnahme regionaler Ungleichgewichte zwischen den EU-Mitgliedsstaaten wurden bisher als Erklärungen für diese Entwicklung angeführt.

Die Staatsschuldenkrise in den südeuropäischen Ländern hat die bisherigen sozialen wie ökonomischen Rahmenbedingungen verändert und in den vergangenen Jahren zu einer Zunahme regionaler Ungleichgewichte innerhalb der EU geführt. Zwischenzeitlich sind die Zuwanderungszahlen aus Portugal, Spanien, Italien und Griechenland vor allem in den jüngeren Altersgruppen stark angestiegen. Dieses veränderte Migrationsgeschehen kann dabei auch im Sinne einer sich verstärkenden horizontalen Europäisierung interpretiert werden.

Ziel des Projekts ist es, die aktuellen Veränderungen der innereuropäischen Migration am Beispiel der spanisch-deutschen Migration zu analysieren und tiefergehende Erkenntnisse aus der Binnenperspektive von Migrant*innen zu gewinnen. Mit Hilfe von qualitativen Interviews mit jungen spanischen Migrantinnen und Migranten in Deutschland wird der Frage nachgegangen, wie diese ihre ersten Monate in Deutschland erleben und wie sie vor allem die Statuspassage von Ausbildung in Erwerb im Rahmen des Migrationsprozesses bewältigen.

Publikation

Stedtfeld, Susanne; Ette, Andreas; Sauer, Lenore (2017): Berufseinstiege auf europäischen Umwegen. Konsequenzen der Wirtschaftskrise für Neuzuwanderer aus Südeuropa. In: Geographische Rundschau 69(3): 18-23

Zusatzinformationen

Projektleitung

Dr. Andreas Ette

Telefon: +49 611 75 4360
Fax: +49 611 75 3960

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Projektpartner

YOUMIG - Improving institutional capacities and fostering cooperation to tackle the impacts of transnational youth migration

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