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Paare in Kinderwunschbehandlung (PinK)

Inhalt und Ziel

Immer mehr Paare verschieben die Realisierung von Kinderwünschen in ein höheres Lebensalter beziehungsweise wünschen sich in einem höheren Lebensalter Kinder. Da die natürliche Fertilität mit dem Alter der Frau und des Mannes abnimmt, gewinnt dabei die medizinisch assistierte Kinderwunschbehandlung an Bedeutung. Ziel der Studie PinK ist es, ein besseres Verständnis der Situation von Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch zu erhalten. Die Wege von ungewollt kinderlosen Paaren in die Kinderwunschbehandlung sowie deren Erfahrungen stehen bei der Untersuchung im Mittelpunkt.

Daten und Methoden

Alle Paare, die zwischen Juli 2012 und Juni 2013 eine Therapie in einem Kinderwunschzentrum in Rheinland-Pfalz oder in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden begannen, wurden mit Hilfe eines geschlechtsspezifisch angepassten standardisierten Fragebogens (PAPI) zu ihren Erfahrungen befragt. An der ersten Befragung haben 323 Frauen und 242 Männer teilgenommen, darunter 234 Paare, für die vollständige Informationen zu beiden Partnern vorliegen. Der Datensatz ermöglicht damit neben Geschlechtervergleichen auch Paaranalysen. Im Juli 2013 startete eine Wiederholungsbefragung. Darin wurde ein Teil der Fragen aus der ersten Befragung wiederholt. Durch Einbeziehung der zweiten Befragungswelle sind Analysen im Längsschnitt möglich, die es erlauben, Veränderungen beispielsweise in Einstellungen und der Belastungswahrnehmung mit dem Behandlungsverlauf in Zusammenhang zu bringen.

Publikationen

Passet-Wittig, Jasmin (2017): Unerfüllte Kinderwünsche und Reproduktionsmedizin. Eine sozialwissenschaftliche Analyse von Paaren in Kinderwunschbehandlung. Beiträge zur Bevölkerungswissenschaft, Band 49, Verlag Barbara Budrich: Opladen.

Passet-Wittig, Jasmin; Schneider, Norbert F.; Letzel, Stephan; Schuhrke, Bettina; Seufert, Rudolph; Zier, Ulrike; Münster, Eva (2016): Prävalenz von Infertilität und Nutzung der Reproduktionsmedizin in Deutschland. In: Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie 13 (3), S. 80–90

Passet-Wittig, Jasmin; Schuhrke, Bettina; Herold, Lucie; Letzel, Stephan; Münster, Eva; Seufert, Rudolf; Zier, Ulrike; Schneider, Norbert F. (2016): The PinK Study – Methodology of the Follow-up Survey of a Cohort Study of Couples Undergoing Fertility Treatment. BiB Daten- und Methodenberichte 4/2016. Wiesbaden, Federal Institute for Population Research. [URN: urn:nbn:de:bib-dmb-2016-046] [PDF]

Passet-Wittig, Jasmin; Schneider Norbert F. (2016): Wer ist von Infertilität betroffen und wer sucht Hilfe bei der Reproduktionsmedizin? In: Bevölkerungsforschung Aktuell 37,4: 15-21

Passet-Wittig, Jasmin; Letzel, Stephan; Schneider, Norbert F.; Schuhrke, Bettina; Seufert, Rudolf; Zier, Ulrike; Münster, Eva (2014): The PinK Study – Methodology of the Baseline Survey of a Prospective Cohort Study of Couples Undergoing Fertility Treatment. BiB Daten- und Methodenberichte 1/2014. Wiesbaden: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung [URN: urn:nbn:de:bib-dmb-2014-014] [PDF]

Zier, Ulrike; Spahn, Daniel; Nitsche, Dorothea; Rüger, Heiko; Passet, Jasmin; Schneider, Norbert; Schuhrke, Bettina; Seufert, Rudolf; Münster, Eva (2012). Paare in Kinderwunschtherapie (PinK) – Ergebnisse eines mündlichen und schriftlichen Pre-Tests für eine prospektive Kohortenstudie. 48. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention, 12.-14. September 2012 in Essen. In: Das Gesundheitswesen 74,8/9: 599

Zusatzinformationen

Projektleitung

Dr. Jasmin Passet-Wittig

Telefon: +49 611 75 2883
Fax: +49 611 75 3960

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Projektpartner

Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin (ASU) der Universitätsmedizin Mainz:
Univ.-Prof. Dr. med. Dipl.-Ing. Stephan Letzel
Prof. Dr. oec.troph. Eva Münster
Dipl.-Soz. Ulrike Zier

Evangelische Hochschule Darmstadt (EHD):
Prof. Dr. Bettina Schuhrke

Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Frauenheilkunde der Universitätsmedizin Mainz:
Prof. Dr. Rudolf Seufert

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