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Stress durch Pendeln: Autofahren nervt in der Stadt, Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel auf dem Land

Pressemitteilung vom 29. November 2017

Wie viel Stress Pendler beim täglichen Weg zur Arbeit ausgesetzt sind, hängt in erheblichem Maße von der Wahl des Verkehrsmittels und dem Wohnort ab. Wie aus einer Untersuchung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung
(BiB) hervorgeht, zeigen sich zunächst kaum Unterschiede zwischen Autopendlern und Personen, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

Allerdings hängt das Stressempfinden stark von der Siedlungsstruktur ab: In den Ballungsgebieten sehen sich Autofahrer auf dem Weg zur Arbeit stärkerem Stress ausgesetzt als Pendler, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Dichter Verkehr und Staus während der Rush Hour tragen wesentlich zu dieser Empfindung bei.

Bei Pendlern im ländlichen Raum ist es hingegen umgekehrt: Hier zeigt sich ein erhöhter Stresspegel bei Bahn- und Buspendlern. Dies ist auf die oftmals schlecht ausgebauten oder zu selten verkehrenden Verbindungen zurückzuführen. „Die Ergebnisse spiegeln sich auch im Verhalten der Pendler wider: In der Stadt pendeln sehr viele mit dem ÖPNV, auf dem Land wird stark auf den Individualverkehr gesetzt“, erklärt der Soziologe Dr. Heiko Rüger vom BiB.

Für die Untersuchung wurden Fernpendler in Deutschland mit mindestens zwei Stunden täglicher Fahrtzeit zu ihrem Stressempfinden befragt.

Subjektives Stressempfinden bei Pendlern im ländlichen und städtischen Raum nach Verkehrsmitteln. Stress durch Pendeln: Autofahren nervt in der Stadt, Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel auf dem Land

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