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Familienplanung zentrale Zukunftsinvestition für Subsahara-Afrika

Pressemitteilung vom 10. Juli 2017

Anlässlich des Weltbevölkerungstages am 11. Juli zum Thema Familienplanung weist das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) darauf hin, dass die afrikanischen Länder südlich der Sahara vor einer epochalen demografischen Herausforderung stehen.

Aktuellen Berechnungen der UN Bevölkerungsabteilung zufolge wird sich die Bevölkerung von heute 1 Milliarde Menschen bis 2050 in etwa verdoppeln. Bis zum Ende des Jahrhunderts ist mit einer weiteren Vervielfachung auf dann 4 Milliarden Menschen zu rechnen. „Ohne einen markanten Rückgang der Fertilität, die heute noch bei 4,8 Kindern je Frau liegt, wird das Bevölkerungswachstum sogar noch höher ausfallen“, meint Frank Swiaczny vom BiB.

Der Zugang zu modernen Methoden der Familienplanung ist deshalb zentraler Bestandteil für die künftige Entwicklung dieser Länder. Nach Daten des Guttmacher Instituts haben in den weniger entwickelten Regionen rund 215 Millionen Frauen einen ungedeckten Bedarf an moderner Empfängnisverhütung, alleine in Subsahara-Afrika sind es 51 Millionen. Weitere Fortschritte bei Aufklärung und Verhütung sind eine Voraussetzung für den Rückgang der Fertilität und eine Begrenzung des Bevölkerungswachstums. „Ohne Erfolge bei der Familienplanung sind die international vereinbarten nachhaltigen Entwicklungsziele in Afrika kaum zu erreichen“, so der Geograph Frank Swiaczny vom BiB.

Die Karte zeigt den Kontinent Afrika und stellt für die einzelnen Länder die Kinder je Frau (TFR)  im Zeitraum von 2015 bis 2020 dar sowie den prozentualen Anteil des ungedeckten Bedarfs an moderner Empfängnisverhütung für das Jahr 2017. Ungedeckter Bedarf an moderner Familienplanung in AfrikaUngedeckter Bedarf an moderner Familienplanung in Afrika Quelle: UN Population Division (World Population Prospects 2017 Revision; Model-based Estimates and Projections of Family Planning Indicators 2016)

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