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Frauen tragen immer stärker zum Haushaltseinkommen bei

Pressemitteilung vom 21.06.2017

Der Beitrag, den Frauen in Deutschland zum Haushaltseinkommen von Paaren leisten, ist in den letzten Jahren stetig angestiegen. Während 1998 die Erwerbsarbeit von Frauen nur rund ein Viertel des Nettoeinkommens in Paarhaushalten ausmachte, stieg der Anteil bis 2013 auf über ein Drittel an. Das hat das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) auf Basis der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe berechnet. Gründe für den gestiegenen Anteil sind eine allgemein höhere Erwerbstätigenquote von Frauen sowie deren verbesserte berufliche Qualifikation.

Auch wenn die verringerte Erwerbstätigkeit der Frauen wegen Kinderbetreuung immer noch als Hauptursache für Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern gilt, ist der Beitrag am Haushaltseinkommen bei allen Frauen in gleichem Maße gestiegen - und zwar unabhängig von der Zahl der im Haushalt lebenden Kinder. So konnten beispielsweise kinderlose Frauen in den letzten 15 Jahren ihren Anteil von 30 auf 37 % steigern, bei Müttern mit einem Kind im Haushalt kletterte er von 26 auf 33 %. Selbst Frauen mit drei oder mehr minderjährigen Kindern tragen heute 22 % zum Haushaltseinkommen bei - im Jahr 1998 waren es mit 16 % noch deutlich weniger. „Aufgrund der verbesserten Angebote bei der Kinderbetreuung sind auch Frauen mit drei und mehr Kindern in der Lage, ihren Beitrag zum Haushaltseinkommen deutlich zu steigern“, erklärt Dr. Tim Aevermann vom BiB. Allerdings ist man in Deutschland von einer Auflösung der männlichen Ernährerrolle immer noch weit entfernt.

Die Grafik zeigt in einem Balkendiagramm den Anteil des Einkommens von Frauen am gesamten Haushaltsnettoeinkommen nach der Zahl der minderjährigen im Haushalt lebenden Kinder der Jahre 1998 und 2013. Der Anteil stieg bei allen Frauen in gleichem Maße. Frauen tragen immer stärker zum Haushaltseinkommen bei

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