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Umzüge von West nach Ost: Berlin und Sachsen machen den Unterschied

Grafik des Monats – Mai 2016

Im Jahr 2014 sind erstmals mehr Menschen von West- nach Ostdeutschland gezogen als umgekehrt. Damit wurde der seit der Wiedervereinigung anhaltende ostdeutsche Abwanderungstrend bei der innerdeutschen Wanderungsbilanz gestoppt. Das hat das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) auf Basis der Wanderungsstatistik errechnet. Demnach haben sich die Umzüge in Richtung alte Bundesländer nach einem starken Hoch zu Beginn der 1990er Jahre und einem erneuten Anstieg um die Jahrtausendwende in den letzten Jahren sukzessive reduziert. Gleichzeitig sind die Umzugszahlen von den alten in die neuen Länder stetig angestiegen.

Allerdings fällt die Wanderungsbilanz regional sehr unterschiedlich aus. Es sind vor allem die Hauptstadt Berlin und das stadtnahe Umland, die für Zuzügler aus Westdeutschland besonders attraktiv sind. Ohne Berlin wäre die Wanderungsbilanz für Ostdeutschland weiterhin negativ.

„Die Trendumkehr ergibt sich neben dem Hauptstadteffekt und die an Berlin gekoppelte Suburbanisierung in Brandenburg durch veränderte Wanderungsmuster in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern, wobei Sachsen mit ganz bemerkenswerten Wanderungsgewinnen für Leipzig und Dresden heraussticht“, erklärt der Geograf Dr. Bernhard Köppen vom BiB. Generell zeigt sich, dass vor allem größere Städte mit ihrem jeweiligen Umland attraktiv für Zuwanderer sind. Die weitaus meisten Kommunen im Osten verzeichnen allerdings weiterhin Abwanderungstendenzen und können keine Trendumkehr konstatieren.

Die Grafik zeigt in einem Liniendiagram die Umzüge von West nach Ost von 1991 bis 2014: Berlin und Sachsen machen den Unterschied sowie im gespiegelten Balkendiagramm die Wanderungsbilanz Ost-West Umzüge von West nach Ost: Berlin und Sachsen machen den Unterschied

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