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Hochqualifizierte Frauen in Deutschland haben Vereinbarkeitsproblem

Grafik des Monats – Januar 2016

Je besser in Deutschland lebende Frauen ausgebildet sind, umso öfter bleiben sie kinderlos. Das trifft sowohl für deutsche Frauen zu als auch für hier geborene Frauen mit Migrationshintergrund. Dies geht aus einer Untersuchung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) hervor, bei der die Fertilitätsunterschiede von Frauen mit türkischen Wurzeln und Frauen ohne Migrationshintergrund verglichen wurden.

Demnach sind im Alter von 35 bis 49 Jahren etwa 36 Prozent der hochqualifizierten Frauen türkischer Abstammung kinderlos, bei den westdeutschen ohne Migrationshintergrund sind es mit rund 35 Prozent nahezu ebenso viele. „Hohe Bildung führt Frauen speziell in Westdeutschland noch immer in eine Lebenssituation, in der Elternschaft in Konkurrenz zur beruflichen Entwicklung steht. Diese trifft auch auf Frauen mit türkischem Migrationshintergrund zu“, erklärt Robert Naderi vom BiB.

Ganz anders verhält es sich bei Personen mit niedrigem Bildungsstatus, die insgesamt eine höhere Fertilität aufweisen und deshalb seltener kinderlos bleiben. Dabei unterscheiden sich deutsche und türkischstämmige Frauen erheblich voneinander:
So sind von den niedrig gebildeten Frauen ohne Migrationshintergrund in der Altersklasse der 35- bis 49-Jährigen rund 25 Prozent kinderlos geblieben, während 75 Prozent Nachwuchs bekommen haben. Bei Frauen mit türkischen Wurzeln liegt die Kinderlosigkeit bei 13 Prozent, während 87 Prozent Kinder geboren haben.

Die Grafik zeigt in einem Balkendiagramm die Kinderlosigkeit von Frauen im Alter von 35 bis 49 Jahren nach Migrationshintergrund und Bildungsstand. Hochqualifizierte Frauen in Deutschland haben Vereinbarkeitsproblem

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