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Junge Frauen werden für den Beruf immer mobiler

Grafik des Monats – April 2014

Zur Ausübung ihres Jobs nehmen junge Frauen in Deutschland immer häufiger hohe Mobilitätsanforderungen in Kauf. Das hat das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) beim Vergleich von 30-Jährigen aus unterschiedlichen Geburtsjahrgängen festgestellt. Demnach haben 61% der zwischen 1971 und 1980 Geborenen bereits Mobilitätserfahrungen durch Fernpendeln, häufige beruflich bedingte Übernachtungen oder Umzüge gesammelt. Bei Frauen, die zwischen 1961 und 1970 geboren wurden, beträgt der Vergleichswert nur rund 39%. Im Gegensatz dazu verharrte der Wert gleichaltriger Männer auf einem Niveau von rund 50%.

Als Gründe für den starken Zuwachs bei den Frauen nennt Thomas Skora vom BiB eine gestiegene Arbeitsmarktintegration hochqualifizierter weiblicher Erwerbstätiger, gerade auch in höhere hierarchische Ebenen: „Immer mehr Frauen sind in stark spezialisierten Berufen tätig und besetzen zunehmend Stellen mit hohen Qualifikationsanforderungen, die räumliche Mobilität erfordern.“

Die Untersuchung belegt des Weiteren den Wandel früher Berufskarrieren: So basiert die Dynamik der Mobilitätsentwicklung vor allem auf einer Zunahme von längeren Pendelstrecken und häufigen Übernachtungen, beispielsweise bei Geschäftsreisen. Dagegen haben Umzüge in die Nähe des Arbeitsortes tendenziell abgenommen.

Die Grafik zeigt in einem Säulendiagramm die Mobilitätserfahrung von Männern und Frauen im Alter 30, und zwar für die Geburtskohorten 1961 bis 1970 und 1971 bis 1980 Erfahrungen mit unterschiedlichen Mobilitätsformen

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