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Hohe Bereitschaft für Weiterbeschäftigung im Ruhestand

Grafik des Monats – Januar 2014

Rund die Hälfte aller Erwerbstätigen, die 55 Jahre und älter sind, können sich gegenwärtig vorstellen, auch nach dem Eintritt in den Ruhestand einer bezahlten Beschäftigung nachzugehen. Dabei zeigen Selbstständige mit 67 % die größte Bereitschaft, gefolgt von Angestellten (48 %), Arbeitern (45 %) und Beamten (42 %). Diese Zahlen hat das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) auf Basis einer Umfrage unter 5.000 Menschen im Alter zwischen 55 und 70 Jahren veröffentlicht.

Die Bereitschaft, auch im Ruhestand erwerbstätig zu bleiben, hängt dabei wesentlich von der Initiative der Unternehmen ab. So zeigen die Beschäftigten größeres Interesse an einer längeren Lebensarbeitszeit, wenn der aktuelle Arbeitgeber bereits Angebote für ältere Mitarbeiter vorhält. In Firmen mit entsprechenden Möglichkeiten äußern rund 55 % der Angestellten und 58 % der Arbeiter die generelle Bereitschaft zur Erwerbstätigkeit im Ruhestand, bei Unternehmen ohne solche Angebote liegt das Interesse nur bei 40 bzw. 35 %. „Eine etablierte Unternehmenskultur für ältere Arbeitnehmer fördert zweifelsohne die Bereitschaft zur Weiterarbeit im Ruhestand“, folgert Dr. Andreas Mergenthaler vom BiB und sieht darin eine Möglichkeit, Arbeitskräfte mit Erfahrungswissen länger im Erwerbsleben zu halten. „Die Ergebnisse verdeutlichen den Stellenwert, der Arbeitgebern bei der Gestaltung von Rahmenbedingungen hin zu einer Verlängerung der Lebensarbeitszeit zukommt.“

Bei den befragten Personen sind finanzielle Gründe wesentliche Motive für die Entscheidung, länger zu arbeiten. Mindestens ebenso wichtig sind ihnen jedoch auch die Freude an der Arbeit, die Pflege sozialer Kontakte sowie der Ansporn, geistig fit zu bleiben.

Die Grafik zeigt in einem Balkendiagramm die Höhe der Bereitschaft der über 54-Jährigen, auch im Ruhestand erwerbstätig zu sein Bereitschaft zur Erwerbstätigkeit im Ruhestand

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