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Ältere Menschen blicken überwiegend optimistisch in die Zukunft

Grafik des Monats – September 2013

Menschen zwischen 55 und 70 Jahren haben eine überwiegend positive Vorstellung vom Leben im Alter. Insgesamt sehen 43 % dieser Altersgruppe in Deutschland mit Optimismus in die Zukunft, dagegen haben nur 10 % negative Erwartungen. Dabei sind vor allem die gesundheitliche Verfassung, die finanzielle Lage sowie die Familiensituation wichtige Einflussgrößen für die empfundene Lebensqualität im Alter. Faktoren wie das Geschlecht oder der Bildungsstatus spielen hingegen kaum eine Rolle. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage, die das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) durchgeführt hat.

Von besonderer Bedeutung für die Lebensqualität im Alter ist das persönliche Umfeld. So zeigen Menschen, die in einer Paarbeziehung leben, eine deutlich positivere Einstellung zum Älterwerden als Alleinstehende. „Eine bestehende Partnerschaft reduziert ganz offensichtlich Befürchtungen und Ängste vor dem Älterwerden, was wiederum zu einer optimistischen Sicht auf die eigene Zukunft führt“, erklärt Linda Lux vom BiB. Im Gegensatz dazu spielen eigene Kinder keine so starke Rolle für die Einschätzung der Lebensqualität im Alter.

Dass ältere Menschen im Hinblick auf die eigene Zukunftserwartung eine bestehende Partnerschaft höher einschätzen als eine Elternschaft, ist vor dem Hintergrund des demografischen Wandels durchaus interessant. Aufgrund der Bevölkerungsalterung und der Veränderung der Lebensformen wird nämlich die Zahl alleinstehender und kinderloser Senioren in Zukunft stark zunehmen. Gleichzeitig wird die weiter steigende Lebenserwartung dazu führen, dass auch Menschen im höheren Alter Zukunftserwartungen über einen längeren Zeithorizont entwickeln.


Die Grafik zeigt in einem Balkendiagramm, wie groß der Zukunftsoptimismus älterer Menschen ist, und zwar in Abhängigkeit davon, ob es einen Partner gibt oder nicht Zukunftsoptimismus bei Menschen zwischen 55 und 70 Jahren

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