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Pro-Kopf-Wohnfläche erreicht mit 45 m² neuen Höchstwert

Grafik des Monats – Juli 2013

In Deutschland hält der Trend zu größeren Wohnflächen pro Kopf an. Standen im Jahr 1998 jedem Einwohner noch durchschnittlich 39 zur Verfügung, so ist die Pro-Kopf-Wohnfläche mittlerweile auf 45 angewachsen. Diese Zahlen hat das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) auf Grundlage des Mikrozensus veröffentlicht. Als wichtigste Ursachen für diesen Anstieg gelten ein höherer Anspruch an die Wohnungsgröße sowie eine veränderte Haushaltsstruktur. Vor allem die Zunahme der Ein- und Zweipersonenhaushalte hat dazu geführt, dass die pro Kopf zur Verfügung stehende Wohnfläche größer geworden ist.

Wie die Analyse weiter ergibt, steigt die Wohnfläche pro Kopf mit zunehmendem Alter kontinuierlich an. Die sich verbessernde ökonomische Situation bei Menschen ab 18 Jahren führt zu einem größeren Anspruch an den Wohnraum. So stehen Minderjährigen im Schnitt rund 30 Wohnfläche zur Verfügung, 65-Jährigen hingegen etwa 55 . Erhebliche Unterschiede gibt es auch zwischen den Geschlechtern: Junge Frauen zwischen 27 und 37 Jahren haben deutlich weniger Wohnfläche zur Verfügung als gleichaltrige Männer, weil sich bei ihnen durch die Geburt eines oder mehrerer Kinder die Wohnfläche pro Kopf verkleinert. Dies betrifft vor allem alleinerziehende Mütter. Im höheren Alter verfügen dann Frauen durchschnittlich über mehr Wohnfläche als Männer, weil sie häufiger alleine leben. „Die steigende Lebenserwartung und die verbesserte gesundheitliche Verfassung tragen dazu bei, dass Senioren immer länger in der Wohnung bleiben, in der einst die ganze Familie gelebt hat“, erklärt Dr. Christian Fiedler vom BiB. Hochbetagte Frauen haben deshalb mit fast 70 die größte Wohnfläche zur Verfügung.


Die Grafik zeigt ein Liniendiagramm der verfügbaren Wohnfläche pro Person im Jahr 2010 nach Geschlecht und Altersjahren (Der Durchschnitt liegt bei 45 Quadratmetern pro Person.) Verfügbare Wohnfläche pro Person

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