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Unterschiedliches Geburtenverhalten in Stadt und Land

Grafik des Monats – April 2013

Frauen, die in Großstädten leben, zeigen ein anderes Geburtenverhalten als Frauen auf dem Land: Sie werden erst in einem höheren Alter Mütter und bekommen in der Folge weniger Kinder. Das hat das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) mitgeteilt. Demnach sind Frauen, die in Städten mit mehr als 100.000 Einwohner leben, bei der Geburt ihrer Kinder im Schnitt 31,6 Jahre alt, Frauen auf dem Land hingegen 29,8 Jahre. Betrachtet man das Fertilitätsverhalten nach Altersjahren, dann wird folgender Zusammenhang deutlich: Im Alter zwischen 20 und 32 Jahren haben Frauen auf dem Land durchgehend eine höhere Geburtenziffer als Frauen in der Stadt. Dahingegen bekommen Frauen aus den städtischen Räumen als Teenager und dann im Alter ab 33 Jahren mehr Kinder als die auf dem Land lebenden Frauen.

Auch bei der Zahl der Kinder gibt es deutliche Unterschiede. Frauen aus den Großstädten bekommen im Schnitt 1,3 Kinder, während es bei Frauen aus ländlichen Regionen mit 1,4 etwas mehr sind. „Die niedrige Geburtenziffer in der Stadt ist vor allem eine Folge der hohen Kinderlosigkeit. In den ländlichen Kreisen ist der Anteil kinderloser Frauen deutlich niedriger“, so Dr. Stephan Kühntopf vom BiB. Das unterschiedliche Geburtenverhalten zwischen Stadt und Land ist auch eine Folge der Bevölkerungs­zusammensetzung. So leben in den Städten mehr alleinstehende und unverheiratete Frauen, die Geburten eher in ein höheres Lebensalter aufschieben.


Die Grafik zeigt im Linienverlauf die altersspezifische Geburtenziffer von Frauen in Kernstädten und von Frauen, die auf dem Land leben, im Lebensverlauf Altersspezifische Geburtenziffer im Stadt-Land-Vergleich

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