Navigation und Service

Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Link zur Startseite)

Steigende Erwerbsbeteiligung bei Neuzuwanderern

Grafik des Monats – März 2013

Migranten aus Drittstaaten integrieren sich immer schneller in den deutschen Arbeitsmarkt: Jeder dritte Zuwanderer (35,9 %), der 2010 und 2011 aus einem Nicht-EU-Land nach Deutschland gekommen ist, hat spätestens zwölf Monate nach Einreise eine Erwerbstätigkeit angenommen. Mitte der 1990er Jahre war es nur jeder Sechste (16,7 %). Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) gemeinsam mit dem Statistischen Bundesamt veröffentlicht hat. Die Studie bezieht sich auf Personen im erwerbsfähigen Alter zwischen 18 und 64 Jahren.

Einen wesentlichen Grund für den Anstieg sehen die Forscher in den veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen während der letzten Jahre: „Die stärkere Orientierung an arbeitsmarktbezogener Zuwanderung und die Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für Hochqualifizierte haben zu einer deutlichen Verbesserung der Arbeitsmarktintegration geführt“, so Andreas Ette vom BiB. Allerdings partizipieren nicht alle Migranten gleichermaßen an dieser Entwicklung. Während bei den neuzugewanderten Männern die Erwerbstätigenquote auf 53,2 % geklettert ist, liegt sie bei Frauen trotz vergleichbarer formaler Qualifikationen nur bei etwa 20 %.

Wie die Untersuchung weiter zeigt, ist das formale Bildungsniveau der Migranten in den letzten Jahren stark angestiegen: Demnach verfügen zwischenzeitlich 41 % der Neuzuwanderer aus Nicht-EU-Ländern über einen tertiären Abschluss (z. B. Hochschulabschluss) und sind damit im Durchschnitt höher qualifiziert als die deutsche Bevölkerung.


Die Grafik zeigt im Linienverlauf den steigenden Anteil von Neuzuwanderern aus Drittstaaten, die sich innerhalb eines Jahres in den Arbeitsmarkt integriert haben. Erwerbsbeteiligung bei Neuzuwanderern

Diese Seite

© Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung - 2017