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Erwerbstätigkeit von Menschen im Ruhestandsalter nimmt zu

Grafik des Monats – Januar 2013

Der Anteil erwerbstätiger Menschen im Alter zwischen 65 und 69 Jahren ist in den letzten Jahren immer weiter angestiegen. Mittlerweile geht jeder zehnte Bürger in Deutschland aus dieser Altersgruppe einer bezahlten Beschäftigung nach, damit hat sich die Erwerbsbeteiligung gegenüber 1996 verdoppelt (4,8 %). Diese Zahlen hat das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) auf Basis der ILO-Statistik veröffentlicht. Demnach gilt als erwerbstätig, wer mindestens eine Stunde pro Woche gegen Entgelt arbeitet. In Deutschland waren dies im Jahr 2011 rund 425.000 Menschen zwischen 65 und 69 Jahren.

Zur gestiegenen Erwerbsbeteiligung im Ruhestandsalter haben Männer wie Frauen gleichermaßen beigetragen. Der Anteil erwerbstätiger Männer kletterte von 6,7 % auf nunmehr 12,7 %, bei Frauen von 3,2 % auf gegenwärtig 7,4 %.

Noch deutlicher wird die Veränderung der Erwerbsbeteiligung bei einer Differenzierung nach Bildungsgruppen. Dabei fällt auf, dass jenseits des gesetzlichen Renteneintrittsalters vor allem Hochgebildete einer bezahlten Beschäftigung nachgehen: Demnach ist jeder fünfte Mann (19,4%) mit Hochschulabschluss im Alter zwischen 65 und 69 Jahren erwerbstätig, bei Männern mit niedrigem Bildungsniveau ist es nur jeder 14. (6,9 %). Dieser bildungsspezifische Zusammenhang lässt sich auch für Frauen nachweisen (9,9% bzw. 6,2 %). Die Ursachen für die unterschiedliche Erwerbsbeteiligung sind vielfältig: „Neben gesundheitlichen und wirtschaftlichen Gründen spielen individuelle Erwerbsbiografien eine wesentliche Rolle bei dieser Entwicklung“, so Ralina Panova vom BiB.


Die Grafik zeigt ein Liniendiagramm, das die Erwerbsbeteiligungen von Männern und Frauen im Alter zwischen 65 und 69 Jahren zwischen 1996 und 2011 darstellt. Erwerbstätigenquoten 65- bis 69-jähriger Männer und Frauen

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