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Menschen in Deutschland wechseln rund 5 Mal den Wohnort

Grafik des Monats – Oktober 2012

Über den gesamten Lebensverlauf hinweg betrachtet wechseln Menschen in Deutschland fast fünfmal den Wohnort – Männer mit 4,9 Mal etwas häufiger als Frauen (4,8). Bei den ersten drei Umzügen sind Frauen im Schnitt ein bis zwei Jahre jünger als Männer; den vierten Umzug vollziehen Männer rein rechnerisch mit 50 Jahren deutlich vor den Frauen mit 56. Auf diese Ergebnisse weist das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) hin, das in einer Analyse alle Wanderungen über die Gemeindegrenzen im Jahr 2010 untersucht hat.

Besonders mobil zeigen sich junge Frauen zwischen 20 und 26 Jahren. Mit bis zu 187 Umzügen bezogen auf 1.000 Frauen in dieser Altersklasse wechseln sie die Wohnorte weitaus häufiger als alle anderen Gruppen. Gleichaltrige Männer kommen höchstens auf 169 Umzüge. „Frauen verlassen das Elternhaus für Ausbildung, Lehre oder Studium im Allgemeinen früher als Männer und wechseln auch öfter den Wohnort. Im weiteren Lebensverlauf holen Männer die Umzüge aber nach“, so Dr. Christian Fiedler vom BiB. Zwischen dem 28. und dem 74. Lebensjahr liegt die Umzugshäufigkeit von Männern über dem Niveau der Frauen.

Markante Verläufe zeigt auch das Umzugsverhalten von Kindern und Senioren. Umzüge im Kleinkindalter basieren auf Wanderungsentscheidungen der Eltern während der Phase der Familienbildung – hier ist der Umzug oft mit dem Wunsch nach größerem Wohnraum oder einem anderen Wohnumfeld verbunden. Hinter dem Anstieg der Umzugshäufigkeit im hohen Alter ab 80 Jahren verbirgt sich der Zuzug in ein Heim, in eine Pflegeeinrichtung oder in die Nähe zu Verwandten.


Die Grafik zeigt ein Liniendiagramm, das die Wanderungen über die Gemeindegrenzen nach Altersjahren und Geschlecht im Jahr 2010 darstellt. Wanderungen über die Gemeindegrenzen

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