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Mehr hochqualifizierte Zuwanderer aus Drittstaaten

Grafik des Monats – April 2012

Die Zahl hochqualifizierter Zuwanderer, die aus Drittstaaten nach Deutschland gekommen sind, ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Waren 1998 nur etwa 1.200 Migranten aus Nicht-EU-Ländern hochqualifiziert, so hat sich deren Zahl bis zum Jahr 2011 auf 27.800 vervielfacht. Auch weil die Zuwanderung nach Deutschland in diesem Zeitraum insgesamt abgenommen hat, erhöhte sich der Anteil der Hochqualifizierten unter allen Zuwanderern von 0,5 % (1998) auf nunmehr 11,0 %. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Kooperation mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) durchgeführt hat.

Eine Ursache für die steigende Zahl hochqualifizierter Zuwanderer ist eine Reihe von gesetzlichen Regelungen, die im vergangenen Jahrzehnt beschlossen wurde. Dazu Andreas Ette vom BiB: „Seit der Einführung der Green-Card im Jahr 2000 hat eine Vielzahl von Reformen dazu beigetragen, sowohl die Zuwanderungsmöglichkeiten als auch die Rechte für Hochqualifizierte zu erweitern.“ Die meisten Hochqualifizierten kamen im Jahr 2011 über den Personalaustausch internationaler Konzerne nach Deutschland (7.500), es folgten Hochschulabsolventen (7.400) und Fachkräfte (6.500).

Angesichts vorliegender Prognosen zum Bedarf an Fachkräften in Deutschland ist die Zahl gut ausgebildeter Zuwanderer immer noch vergleichsweise gering. Es bleibt abzuwarten, inwieweit das aktuell im Bundestag diskutierte Gesetz zur Umsetzung der Hochqualifizierten-Richtlinie der Europäischen Union („Blaue Karte“) zu einer weitergehenden Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes beitragen kann.


Die Grafik zeigt ein Balkendiagramm, dass die Entwicklung der Zuwanderung aus Drittstaaten von Personen im erwerbsfähigen Alter von 1998 bis 2011 darstellt. Mehr hochqualifizierte Zuwanderer aus Drittstaaten


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