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Sterblichkeit bei jungen Männern stark rückläufig

Grafik des Monats – Januar 2012

Das Sterberisiko junger Erwachsener im Alter zwischen 15 und 24 Jahren ist in den letzten zwei Jahrzehnten stark gesunken. Besonders deutlich war der Rückgang bei den Männern: Hier ging die Sterblichkeit von 98 Todesfällen je 100.000 Einwohner im Jahr 1990 auf 44 im Jahr 2010 zurück. Bei den Frauen im gleichen Alter verringerte sich die Sterblichkeit von 37 auf 20. Diese Ergebnisse hat das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in einer neuen Untersuchung veröffentlicht.

Ein wesentlicher Grund für die sinkende Sterblichkeit in diesem Alter ist der Rückgang tödlicher Verkehrsunfälle. „Unfälle im Straßenverkehr sind weiterhin die häufigste Todesursache bei jungen Menschen. Das Absinken der Verkehrssterblichkeit trug maßgeblich zu einer insgesamt geringeren Sterblichkeit bei“, so Michael Mühlichen vom BiB. Noch im Jahr 2000 beruhte fast jeder zweite Sterbefall bei Männern zwischen 15 und 24 Jahren auf den Folgen eines Verkehrsunfalls, zehn Jahre später war es etwa jeder Vierte. Bis 2003 starben jedes Jahr mehr Männer im Straßenverkehr als gleichaltrige Frauen insgesamt.

Aber auch ohne Berücksichtigung der tödlichen Verkehrsunfälle weisen Männer eine höhere Sterblichkeit auf als Frauen. Das gilt mit Ausnahme der Hochbetagten (90 Jahre und älter) für alle Altersklassen. Die geschlechtsspezifischen Unterschiede sind jedoch im Alter von 15 bis 24 Jahren besonders hoch, wenn auch mit abnehmender Tendenz. Als Ursache für die Unterschiede wird eine oftmals riskantere, ungesündere Lebensweise der jungen Männer im Vergleich zu den jungen Frauen angenommen.


Die Grafik zeigt die Entwicklung der Sterbefälle in Deutschland im Alter von 15 bis 24 Jahren nach Geschlecht Sterbefälle in Deutschland im Alter von 15 bis 24 Jahren nach Geschlecht


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