Navigation und Service

Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Link zur Startseite)

Väter arbeiten deutlich länger als kinderlose Männer

Grafik des Monats – Dezember 2011

Gemessen an der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit arbeiten Väter, die mit mindestens einem Kind im Haushalt leben, wesentlich länger als kinderlose Männer - und das über die gesamte Dauer ihres Erwerbslebens hinweg. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse aus dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB).

Der Vergleich der wöchentlichen Arbeitszeit von Vätern und Kinderlosen im Lebensverlauf zeigt, dass sich mit Anfang 30 die Schere zu öffnen beginnt. So arbeiten Väter im Alter zwischen 25 und 39 Jahren durchschnittlich etwa 2 Stunden pro Woche länger als kinderlose Männer. In der Altersgruppe der 40- bis 59-Jährigen beträgt die Mehrarbeit sogar knapp 5 Stunden. Während bei kinderlosen Männern ab dem 40. Lebensjahr die Zahl der geleisteten Wochenstunden bereits kontinuierlich abnimmt, steigt sie bei Vätern nochmals leicht an.

Dr. Martin Bujard vom BiB erklärt dieses Phänomen mit der Übernahme finanzieller Verpflichtungen für die Familie: „Wenn Mütter nach der Geburt eines Kindes ihre Erwerbstätigkeit reduzieren, dann fangen viele Väter das fehlende Einkommen mit längerer Arbeitszeit auf.“ Diese Entwicklung widerspricht jedoch den Wünschen der meisten Väter, mehr Zeit mit der eigenen Familie zu verbringen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist deshalb nicht allein Frauensache: „Gerade erwerbstätige Väter benötigen ganz offensichtlich Unterstützung und Anreize, um innerhalb der Familie zu einer gerechten Aufgabenverteilung zwischen den Geschlechtern beizutragen“, so Dr. Bujard.

Die Grafik zeigt die durchschnittliche Wochenarbeitszeit im Lebensverlauf von Männern Durchschnittliche Wochenarbeitszeit im Lebensverlauf von Männern

Diese Seite

© Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung - 2017