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Europäer stellen nur ein Zehntel der Weltbevölkerung

Grafik des Monats – Oktober 2011

Von den gegenwärtig etwa 7 Milliarden Menschen auf der Erde lebt nur etwa jeder Zehnte in Europa (10,7 %). Damit hat sich der Anteil der Europäer an der Weltbevölkerung seit 1950 halbiert. Den neuesten Prognosen der UN Population Division zufolge dürfte Europas Bevölkerung im globalen Vergleich weiter an Bedeutung verlieren; im Jahr 2100 werden voraussichtlich nur noch etwa 6,7 % aller Menschen in Europa leben. Darauf hat das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) hingewiesen.

Die meisten Menschen unserer Erde leben gegenwärtig auf dem asiatischen Kontinent – sie machen etwa 61 % der Weltbevölkerung aus. In Zukunft wird der Anteil der Asiaten jedoch abnehmen und könnte bis zum Ende des Jahrhunderts auf etwa 45 % fallen. „Ein Grund ist die mittlerweile stark gesunkene Fertilität, die langfristig zu einem Rückgang der Bevölkerung führen wird“, so Frank Swiaczny vom BiB. Gleichzeitig führt das immer noch hohe Geburtenniveau zu einem starken Bevölkerungswachstum in Afrika. Der Anteil dieses Kontinents dürfte in der Folge von heute etwa 15 % auf bis zu 35 % am Ende des Jahrhunderts ansteigen. „Insofern steht die Entwicklung der Weltbevölkerung aktuell an einer Wende, weil sich die Anteile Asiens und Afrikas zu verschieben beginnen.“

Der amerikanische Kontinent (ca. 13 %) und die Region Australien/Ozeanien (0,6 %) werden ihre derzeitigen Anteile über den Prognosezeitraum hinweg wahrscheinlich konstant halten können.

Die Grafik zeigt den Anteil an der Weltbevölkerung nach Kontinenten, 1950 bis 2100 Anteil an der Weltbevölkerung nach Kontinenten, 1950 - 2100

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