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Großteil der Deutschen sieht keinen Generationenkonflikt

Grafik des Monats – September 2011

Obwohl der Anteil älterer Menschen in Deutschland immer weiter ansteigt, nimmt die Mehrheit der Bevölkerung (60 %) keinen Konflikt zwischen den Generationen wahr. Das hat das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) auf Basis des ALLBUS-Datensatzes ermittelt.

Zwar beurteilen gegenwärtig etwa 40 % der Befragten das Konfliktpotenzial zwischen Jungen und Alten als sehr stark oder ziemlich stark, allerdings ist diese Einschätzung über die letzten drei Jahrzehnte deutlich zurückgegangen: 1980 sahen noch 55 % der Bevölkerung einen gesellschaftlichen Konflikt zwischen den Generationen. Den niedrigsten Wert ermittelten die Forscher im Jahr 2000 (31 %), seitdem ist er wieder leicht angestiegen. Die einst bestehenden Unterschiede in der Beurteilung durch Ost- und Westdeutsche sind mittlerweile nicht mehr nachweisbar.

Besonders interessant: Bei der Einschätzung zu einem möglichen Generationenkonflikt gibt es einen breiten Konsens durch alle Altersgruppen. Sowohl junge Menschen unter 30 Jahren als auch ältere Menschen über 60 beurteilen die Situation nahezu identisch. Für Dr. Patrick Sachweh vom BiB ist das ein Zeichen, dass die Beziehungen zwischen den Generationen weitgehend intakt sind: „Die Einschätzung im gesellschaftlichen Kontext geht wohl auch auf gute generationenübergreifende Beziehungen innerhalb der Familie zurück.“

Die Abbildung zeigt die Entwicklung in der Wahrnehmung generationenbezogener Konflikte in Deutschland von 1980 bis 2010 Wahrnehmung gesellschaftlicher Konflikte zwischen Jung und Alt

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