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Senioren mit hoher Bildung leben länger beschwerdefrei

Grafik des Monats – August 2011

Der Gesundheitszustand älterer Menschen steht in engem Zusammenhang mit der Bildung, die sie sich im Laufe des Lebens erworben haben. Senioren mit einer guten schulischen und beruflichen Ausbildung fühlen sich körperlich seltener eingeschränkt als Personen mit einem niedrigen Ausbildungsniveau. Befragt wurden die Senioren hierbei zu Einschränkungen bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben (Treppen steigen, Einkaufen gehen, sich waschen etc.).

Vor allem bei Männern ist dieser Kontext stark ausgeprägt: Demnach darf ein 60-Jähriger mit einem hohen Bildungsniveau mit weiteren zwölf beschwerdefreien Lebensjahren rechnen, ein gleichaltriger Mann mit niedrigem Bildungsniveau kommt hingegen nur auf zehn Jahre ohne starke gesundheitliche Einschränkungen. Mit zunehmendem Alter verringert sich diese Differenz zwischen den Bildungsgruppen, bei den 85-Jährigen sind kaum noch gesundheitliche Unterschiede nachweisbar. Auch für Frauen zeigt sich ein vergleichbarer Zusammenhang, jedoch schwächer ausgeprägt.

Für den unterschiedlichen Gesundheitszustand zwischen den Bildungsgruppen gibt es mehrere Gründe, wie Andreas Mergenthaler vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) weiß: „Menschen mit hohem Bildungsniveau üben während ihres aktiven Erwerbslebens seltener Berufe aus, die körperlich belastend sind.“ Des Weiteren nehmen sie öfter Angebote der medizinischen und therapeutischen Vorsorge wahr. Gerade bei der Prävention spielen aber auch gesundheitliches Wissen und Verhaltensweisen eine wichtige Rolle: „Höhergebildete treiben im Alter häufiger Sport, bewegen sich mehr oder ernähren sich gesünder“, so Mergenthaler.

Die Abbildung zeigt ein Liniendiagramm der beschwerdefreien Lebenserwartung von Männern im Alter von 60 bis 80 Jahren mit hohem und niedrigem Bildungsnivau Senioren mit hoher Bildung leben länger beschwerdefrei

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