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Junge Akademiker ziehen am häufigsten um

Grafik des Monats – Mai 2011

Unter allen Erwerbstätigen neigen junge Menschen mit Hochschulabschluss am stärksten zu einem beruflich bedingten Umzug. Fast die Hälfte der 25- bis 34-jährigen Akademiker hat in den letzten drei Jahren den Wohnort gewechselt und ist dabei weiter als 50 km umgezogen. Bei gleichaltrigen Nichtakademikern betrug der Anteil lediglich 7 %. Das hat eine Analyse des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) ergeben; in der Untersuchung wurden 1.663 Personen zu ihrem Mobilitätsverhalten befragt.

Die Ursachen dafür sind laut Dr. Detlev Lück vom BiB vielschichtig: „Zum einen konzentrieren sich hochspezialisierte Arbeitsplätze meist auf einige Ballungszentren. Zum anderen gibt es für Berufseinsteiger in der Regel befristete Arbeitsverträge, so dass junge Erwerbstätige öfter den Arbeitgeber und damit auch den Arbeitsort wechseln“. Junge Menschen sind zudem weit weniger ortsgebunden, weil sie meist noch keine eigene Familie gegründet oder Wohneigentum erworben haben.

Wie die Forscher belegen konnten, lässt die Bereitschaft zum Umzug mit zunehmendem Alter nach. Dennoch entscheiden sich Akademiker auch im mittleren Alter häufiger für einen Wohnortswechsel. Erwerbstätige ohne Hochschulabschluss nehmen hingegen lieber weite Pendelstrecken auf sich, um zum Arbeitsort zu gelangen.


Die Grafik zeigt ein Balkendiagramm, dass den Anteil der Erwerbstätigen (Akademiker und Andere), die in den letzten 3 Jahren aus beruflichen Gründen in eine andere Region gezogen sind, darstellt. Umzugsmobile

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