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Kinder erhöhen soziale Anerkennung nicht

Grafik des Monats – April 2011

Die meisten Deutschen verbinden mit der Geburt eines Kindes keine Hoffnung auf ein steigendes Ansehen in der Gesellschaft. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die im Auftrag des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) durchgeführt wurde.

Allerdings hängt die Bewertung stark von der Zahl der eigenen Kinder ab. So glauben immerhin noch 18 % aller Kinderlosen, dass ihr gesellschaftliches Ansehen durch ein Kind steigen würde. Bei Eltern mit einem oder zwei Kindern liegt die Zustimmung nur noch bei 4 %. Mütter und Väter mit drei oder mehr Kindern befürchten hingegen, mit jedem weiteren Kind an sozialem Prestige einzubüßen.

„Familiengründung und Kinderbekommen verkörpern in Deutschland offensichtlich keine Werte, die in der Gesellschaft anerkannt werden“, fasst Kerstin Ruckdeschel vom BiB zusammen. „Das ist sicherlich auch ein Grund für die seit Jahren niedrige Geburtenrate“.

Dieses Ergebnis steht im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern, in denen die Geburt eines Kindes sehr wohl mit gesellschaftlicher Anerkennung verbunden ist. In Frankreich beispielsweise liegt die Erwartung Kinderloser auf steigendes Sozialprestige mit 33 % etwa doppelt so hoch, in Russland sind es sogar 46 %. „In diesen Ländern genießen Kinder allgemein einen höheren gesellschaftlichen Stellenwert, in Deutschland verkörpern sie lediglich einen Wert unter vielen“, so Kerstin Ruckdeschel.


Die Grafik zeigt ein Balkendiagramm, dass die Erwartung einer höheren sozialen Anerkennung durch die Geburt eines Kindes in ausgewählten Ländern darstellt. Erwartung einer höheren sozialen Anerkennung durch die Geburt eines Kindes


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