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Nur noch jeder Vierte ist jünger als 25 Jahre

Grafik des Monats – November 2010

Der Anteil junger Menschen in Deutschland ist so niedrig wie nie zuvor: Nur noch knapp jeder Vierte (24,8 %) ist jünger als 25 Jahre. Wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) anhand neuester Bevölkerungszahlen errechnet hat, fiel der Anteil dieser Altersgruppe im Jahr 2009 erstmals unter die 25-Prozent-Marke; 1991 machten die unter 25-Jährigen noch knapp 30 % der Gesellschaft aus. Gleichzeitig erreichten die Anteile der Älteren neue Höchstmarken: 20,7 % der in Deutschland lebenden Menschen sind mittlerweile 65 Jahre oder älter (1991: 15,0 %), 5,1 Prozent (3,8 %) gelten ab einem Alter von 80 Jahren als hochbetagt. Die Verschiebung der Altersstruktur belegt eindrucksvoll, wie rasch sich der demografische Wandel in Deutschland vollzieht.

Auffallend ist vor allem die unterschiedliche Entwicklung in Ost- und Westdeutschland. Anfang der 1990er Jahre hatten die neuen Bundesländer noch einen breiteren Jugendsockel als die alten Länder. Geringe Kinderzahlen und vor allem eine starke Abwanderung in den Westen bewirkten in der Folgezeit aber eine gravierende Umschichtung der Altersstrukturen. Im Osten ging der Anteil der unter 25-Jährigen seit der Wiedervereinigung um zehn Prozentpunkte zurück und beträgt gegenwärtig nur noch 21,2 %. Im früheren Bundesgebiet war der Rückgang nicht ganz so ausgeprägt: Er fiel um etwa drei Prozentpunkte auf nunmehr 25,6 %.

Bei kleinräumiger Betrachtung werden die regionalen Unterschiede in der Alterszusammensetzung noch größer: Der niedersächsische
Landkreis Cloppenburg hat mit 32,3 % gegenwärtig den höchsten Anteil an jungen Menschen, die Stadt Suhl (Thüringen) mit 17,8 %
den niedrigsten.


Die Grafik zeigt den Anteil der unter 25-Jährigen an der Gesamtbevölkerung in % Anteil der unter 25-Jährigen an der Gesamtbevölkerung in %

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