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Europaweiter Geburtenanstieg – aber nicht in Deutschland

Grafik des Monats – Oktober 2010

Seit der Jahrtausendwende hat es in vielen europäischen Ländern einen Anstieg der Geburtenziffern gegeben. In der Bundesrepublik stagniert hingegen das Geburtenniveau bei 1,38 Kindern je Frau. Lediglich die neuen Länder zählen mit zu den Aufschwungregionen: Im Osten Deutschlands ist die Geburtenziffer seit dem Jahr 2000 von 1,22 auf 1,37 angestiegen.

Wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) anhand demografischer Daten von Eurostat analysiert hat, stieg die zusammengefasste Geburtenziffer zwischen 2000 und 2008 in 26 europäischen Ländern an. Lediglich in sechs Ländern kam es zu einem Geburtenrückgang (Zypern, Malta, Luxemburg, Portugal, Liechtenstein, Serbien). Gegenwärtig gibt es in Europa kein Niedrigst-Fertilitäts-Land mehr, dessen Geburtenziffer den Wert von 1,3 Kindern je Frau unterschreitet.

Bemerkenswert ist, dass sich mit Ausnahme Portugals die Anstiege auch in allen südeuropäischen Ländern vollzogen haben; diese standen viele Jahre am unteren Ende der europäischen Fertilitätsrangfolge. In Griechenland beispielsweise ist die Kinderzahl von 1,26 auf 1,51 angewachsen. Auch in Osteuropa haben sich die Geburtenziffern wieder von den Tiefstwerten erholt, die sich nach den politischen Umbrüchen ab 1990 eingestellt hatten.

Die höchsten Geburtenziffern innerhalb Europas weisen Island (2,15), Irland und die Türkei (jeweils 2,10) auf, gefolgt von Frankreich (1,99) und Norwegen (1,96).


Die Grafik zeigt die zusammengefasste Geburtenziffer in auswählten europäischen Ländern, 2000 und 2008 Zusammengefasste Geburtenziffer in auswählten europäischen Ländern, 2000 und 2008


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