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Frauen in Pflegeberufen sind öfter erwerbsunfähig

Grafik des Monats – August 2010

Frauen in Pflegeberufen sind überdurchschnittlich häufig von Erwerbsunfähigkeit betroffen. Darauf weist das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) nach einer aktuellen Berechnung auf Basis der Rentenzugangsstatistik hin. Demnach hat mehr als jede dritte Pflegekraft, die im Jahr 2009 in Ruhestand gegangen ist, eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit erhalten. Die höchsten Werte weisen Krankenschwestern (36,7 Prozent) und Altenpflegerinnen (34,6 Prozent) auf. Im Gegensatz dazu stehen Lehrerinnen mit 9,5 Prozent und Buchhalterinnen (11,9 Prozent) am anderen Ende der Rangliste.

Bei den Männern haben Ingenieure das geringste Risiko, erwerbsunfähig zu werden. Nur 5,3 Prozent der Maschinenbauingenieure und 5,4 Prozent der Bauingenieure schieden 2009 wegen verminderter Erwerbsfähigkeit aus dem Berufsleben aus. Auf der anderen Seite entfielen auf Maurer (41,8 Prozent) und Köche (41,2 Prozent) die höchsten Anteile. Es sind somit überwiegend Beschäftigte mit körperlich belastenden und stressbedingten Tätigkeiten, die wegen einer Erwerbsminderung vorzeitig in den Ruhestand wechseln.

Insgesamt gingen im Jahr 2009 etwa 173.000 Menschen wegen verminderter Erwerbsfähigkeit in Rente – das entspricht etwa 14 Prozent aller bewilligten Rentenanträge.


Die Grafik zeigt die Rentenzugänge ausgewählter Berufe wegen verminderter Erwerbstätigkeit 2009 Rentenzugänge ausgewählter Berufe wegen verminderter Erwerbstätigkeit 2009


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