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Kleinere Universitätsstädte profitieren am stärksten von Zuzügen

Grafik des Monats – Mai 2015

Nicht die Metropolen, sondern die kleineren Hochschulstädte sind die attraktivsten Wanderungsziele junger Erwachsener in Deutschland. Zu diesem Fazit kommt eine Berechnung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) auf Basis der aktuellen Wanderungsstatistik. Demnach zieht es Menschen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren bevorzugt in Städte bis 300.000 Einwohner, überwiegend zur Aufnahme einer Ausbildung oder eines Studiums. Mit einem Wanderungsgewinn von 142 Personen pro 1.000 Einwohner dieser Altersgruppe steht Passau in der Rangliste ganz oben. Auf den weiteren Plätzen folgen Heidelberg (131), Münster (128) und Leipzig (123). Die vier Millionenstädte München (109), Köln (91), Hamburg (72) und Berlin (80) liegen dagegen deutlich zurück.

„Die aktuellen Zahlen belegen den Trend, wonach kleinere Großstädte vor allem für Ausbildungswanderer immer attraktiver werden“, resümiert Frank Swiaczny vom BiB. Allerdings gelingt es dann nur wenigen Städten, die fertigen Absolventen langfristig am Studienort zu halten. Während Städte wie Leipzig, Regensburg, Koblenz und Darmstadt auch bei den 25- bis 29-Jährigen noch deutliche Wanderungsgewinne verzeichnen, verlieren andere Hochschulstandorte in dieser Altersgruppe wieder an Einwohnern. Dabei spielt die Verfügbarkeit entsprechender Arbeitsplätze am Studienort eine wesentliche Rolle.

Die Grafik zeigt in einem Balkendiagramm die Binnenwanderungssalden für 18- bis 24- sowie 25- bis 29-Jährige für ausgewählte Städte in Deutschland Kleinere Universitätsstädte profitieren am stärksten von Zuzügen

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