Navigation und Service

Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Link zur Startseite)

Persönliche Freiräume für eine gute Beziehung immer wichtiger

Grafik des Monats – August 2014

Den Partner zu lieben und ihm Freiräume zu lassen - das sind nach Ansicht junger Deutscher die beiden Schlüsselkomponenten für eine gute Partnerschaft. Dies äußerten rund 98% der 20- bis 39-Jährigen, die das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) bei einer Umfrage zu Einstellungen über Partnerschaft und Familie befragt hat. Auf den weiteren Rängen folgen ein erfülltes Sexualleben (93%) und mit einigem Abstand eine gute finanzielle Absicherung (86%).

Gemeinsame Kinder spielen für den Partnerschaftserfolg hingegen eine vergleichsweise kleine Rolle: So gaben knapp zwei Drittel der Befragten (63%)an, dass eine Elternschaft wichtig sei für eine funktionierende Beziehung. Allerdings hängt das Urteil der Befragten stark vom Geschlecht und der eigenen Lebenssituation ab. So gehören Kinder nach Ansicht von Eltern (72%) häufiger zu einer guten Paarbeziehung als für Kinderlose (56%), während Männer (67%) die Existenz von Kindern für den Partnerschaftserfolg höher einschätzen als Frauen (58%).

Die große Bedeutung persönlicher Freiräume im Gegensatz zur eher geringen Einschätzung eigener Kinder belegt nach Ansicht der Forscher eine Tendenz zur stärkeren Individualisierung, gerade auch innerhalb einer Beziehung: „Die Familiengründung ist nicht mehr automatisch das Ziel und das Erfolgskriterium einer guten Partnerschaft“, erklärt Dr. Detlev Lück. Viele Partner haben zunehmend andere Bedürfnisse und Wünsche, nach denen sie die Qualität der Beziehung bemessen. Diese sind individuell unterschiedlich und können sich im Laufe der Zeit weiter entwickeln, daher sind Freiräume in einer Partnerschaft essenziell.

Die Grafik zeigt in einem Säulendiagramm die Bedeutung verschiedener Aspekte, die eine gute Partnerschaft ausmachen Determinanten einer guten Partnerschaft

Diese Seite

© Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung - 2014