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Geburtenüberschuss nur in den Stadtstaaten Berlin und Hamburg

Grafik des Monats – September 2014

Die Zahl der Lebendgeborenen ersetzt die Zahl der Gestorbenen in Deutschland nur noch zu 77%. Den rund 675.000 Kindern, die im Jahr 2012 geboren wurden, standen etwa 870.000 Sterbefälle gegenüber. Daraus ergab sich ein natürlicher Bevölkerungsrückgang um 195.000 Personen. Für eine langfristig stabile Bevölkerungsgröße wäre - unter Nichtberücksichtigung der Zuwanderung - ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Geborenen- und Sterbefällen notwendig. Zuletzt hat es in Deutschland im Jahr 1971 mehr Lebendgeborene als Sterbefälle gegeben.

Ein Blick auf die Bundesländer zeigt, dass die Bilanzen innerhalb Deutschlands regional sehr unterschiedlich ausfallen. Nur in Berlin (+8%) und in Hamburg (+4%) werden mehr Kinder geboren als Menschen sterben. „Die beiden Stadtstaaten konnten über die letzten Jahre hinweg einen stärkeren Anstieg bei den Geburten vorweisen. Dies ist vor allem auf den Zuzug junger Menschen zurückzuführen, die dann Kinder bekommen haben“, erklärt Dr. Christian Fiedler vom BiB. Alle anderen 14 Länder weisen hingegen eine natürliche Schrumpfung auf, vor allem in Westdeutschland mit zunehmender Tendenz. Am unteren Ende der Skala rangieren mit Sachsen-Anhalt und dem Saarland die beiden Länder mit den prozentual höchsten Sterbefallüberschüssen: Hier ersetzen die Lebendgeborenen die Todesfälle nur noch zu 56%, das heißt: die Zahl der Gestorbenen liegt fast doppelt so hoch wie die der Neugeborenen. Die Abwanderung junger Menschen und damit der zukünftigen Elterngeneration in andere Regionen spielt auch hier eine entscheidende Rolle.

Die Grafik zeigt in einem Balkendiagramm das Verhältnis von Lebendgeborenen zu Gestorbenen nach Bundesländern aus dem Jahr 2012 Lebendgeborene je 100 Gestorbene nach Bundesländern

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