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Auslandserfahrung junger Menschen nimmt zu

Grafik des Monats – November 2014

Junge Menschen in Deutschland sammeln während ihrer Schulzeit oder im Studium zunehmend Erfahrungen im Ausland. Nach Berechnungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) hat rund jeder Zehnte der 18- bis 33-Jährigen einen mindestens einmonatigen Auslandsaufenthalt während seiner Bildungsphase absolviert. Da sich diese Altersgruppe zum Teil noch in der Ausbildung befindet, dürfte der Wert sogar noch ansteigen. Bei den 45- bis 52-Jährigen konnte hingegen nur rund jeder Zwanzigste einen bildungsbezogenen Auslandsaufenthalt nachweisen.

Die Untersuchung bestätigt zudem den starken Einfluss des Elternhauses auf das Mobilitätsverhalten junger Menschen. Ob Kinder während der Schule oder des Studiums für eine gewisse Zeit in ein anderes Land gehen, hängt deutlich von der Bildung der Eltern ab: In der jüngsten Altersgruppe haben knapp 16% der Kinder mit mindestens einem akademisch gebildeten Elternteil einen bildungsbezogenen Aufenthalt im Ausland verbracht, während es bei Nichtakademikerfamilien rund 7% sind. „Auslandsaufenthalte sind heute relativ weit verbreitet, wobei das soziale Umfeld und finanzielle Ressourcen bei der Mobilitätsentscheidung junger Menschen nach wie vor eine erhebliche Rolle spielen“, erklärt Stine Waibel vom BiB.

Der Nachweis von Auslandserfahrungen kann im späteren Berufsleben von Vorteil sein. In der Tat zeigen Studien, dass Fremdsprachenkenntnisse oder interkulturelle Kompetenzen von Arbeitgebern zunehmend nachgefragt werden.

Die Grafik zeigt in einem Balkendiagramm die Anteile von Kindern akademischer und nichtakademischer Eltern unterschiedlicher Altersgruppen, die einen Auslandsaufenthalt absolviert haben Anteil mit mindestens einmonatigem Auslandsaufenthalt in Schule/Studium

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